Cadolzburg schließt die perfekte Vorrunde ab
Geschrieben von: Marco Galuska Montag, den 28. November 2011 um 17:31 Uhr
Kreisliga: mit Audi Zentrum Nürnberg-Marienberg
TSV 61 Zirndorf - TSV Cadolzburg 1:7 (1:2)
Auch sein 15. Vorrundenspiel, das am gestrigen Nachmittag beim TSV 61 Zirndorf nachgeholt wurde, konnte der TSV Cadolzburg souverän gewinnen und damit die perfekte Vorrunde mit maximalen 45 Punkten abschließen. Im nun bereinigten Ranking gehen die Sporcher nach 18 Spielen mit einem 15-Punkte-Puffer vor dem FC Kalchreuth in die Winterpause und können sich praktisch nur noch selbst den Weg zur Bezirksliga verbauen.
Ganz am Ende war der Jubel beim TSV Cadolzburg noch einmal groß, dann nämlich als Roman Egerer seinen 28. Saisontreffer markiert hatte, an einem Tag, an dem der Goalgetter wieder viel für das Team gearbeitet hatte, ihm aber lange Zeit ein eigener Treffer verwehrt blieb. Exakt so viele Treffer wie Egerer allein erzielte der TSV 61 Zirndorf im bisherigen Saisonverlauf gesamt. Im Nachholspiel waren die Hausherren im zweiten Spiel unter Gerd Boetticher hochmotiviert nach Burgfarrnbach einem weiteren Großen ein Bein zu stellen, doch die Cadolzburger erwiesen sich einfach als eine Nummer zu groß. Dabei begann es zunächst recht gut für die Hausherren. Gleich in der Anfangsminute verschätzte sich Gäste-Spieler Scherb und so durften sich die Sporcher bei ihrem hellwachen Keeper Adam Pöll bedanken, der zweimal glänzend parierte und einen frühen Rückstand verhindern konnte. Damit waren die Offensivakzente der Zirndorfer aber für den ersten Durchgang beinahe schon aufgebraucht, denn außer dem Kopfballtor von Michael Beer, das nach gut einer halben Stunde den Anschluss bedeutete, hatte der Primus die Zügel fest in der Hand.

Patrick Reichenauer (links) war an fast allen Treffern der Cadolzburger beteiligt. Zirndorfs neuer Coach Gerd Boetticher (im Hintergrund) konnte nur mit einer Halbzeit seiner Elf zufrieden sein.
Foto: fussballn.de
Indes konnte man den Hausherren das Bemühen und Engagement den Spitzenreiter Paroli zu bieten im ersten Spielabschnitt nicht absprechen. Doch die spielerische Klasse, mit der die Cadolzburger ihren dürftigen Auftritt, der vor Wochenfrist in einer 1:2-Niederlage gegen Raitersaich mündete, vergessen machten, ließ die Kritiker verstummen. Der im defensiven Mittelfeld aufgebotene Patrick Reichenauer leitete die Führung nach 20 Minuten ein. Egerer hatte abgezogen, 61-Schlussmann Skiba konnte nur abklatschen, Maximilian Merz stand goldrichtig und staubte zum 0:1 ab. Zwei Minuten später wurde wieder Egerer über die rechte Seite geschickt, seine maßgenaue Flanke vollstreckte Thomas Filbig per Kopf - 0:2. Die Möglichkeit sofort noch ein drittes Tor nachzulegen, vergaben die Gäste dann etwas zu verspielt, als Reichenauer diagonal auf Merz spielte und dieser eine Ablage einem möglichen Torschuss vorzog.

Cadolzburg im Vorwärtsgang: Nach dem 7:1-Sieg in Zirndorf meinte Coach Fischer: "Wenn wir uns das noch nehmen lassen, höre ich als Trainer ein für alle Mal auf".
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Zur Pause durften die Gastgeber dennoch hoffen, das knappe Resultat ließ für die zweiten 45 Minuten Spannung vermuten auf dem nicht gerade leicht zu bespielenden Geläuf. Doch der entscheidende Nackenschlag folgte nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff. Florian Müller und Marc Oster kombinierten gefällig und als der Ball bei Reichenauer landete, wusste dieser das Spielgerät von der Strafraumgrenze ins Tornetz zu platzieren. Das 1:3 war der Tiefschlag für die Gastgeber, die sich in den verbleibenden 44 Minuten nach Kräften wehrten, diese aber spürbar schwanden. Entsprechend war es für Cadolzburg ein leichtes Spiel, das Ergebnis mit schön herausgespielten Toren in die Höhe zu treiben. Jens Dorner (60.), Florian Müller (63.) und Matthias Haspel (70.) erhöhten auf 1:6, von Zirndorfs Besten, Christoph Nieszery, wurde Gäste-Keeper Pöll zumindest einmal richtig geprüft (65.). Den Schlusspunkt setzte dann der Torjäger der Liga, dem sein Spitzenplatz ebenso wenig zu nehmen sein dürfte wie seinem Team die Meisterschaft. "Wenn wir das noch abgeben", sagte Trainer Reinhold Fischer nach der Partie, "höre ich besser als Trainer auf und verbringe meine Wochenenden zukunftig nicht mehr auf den Sportplätzen."
61 Zirndorf: Skiba, Vetter, Häfner (46. Hellmans), Przioda, Schramm (53. Spahn), Bachmann, F. Barnasch, Klingl, Nieszery, Beer, Hornberger
Cadolzburg: Pöll, F. Hummel, Reichenauer, Egerer, Scherb, Oster, N. Hummel, Dorner (75. Fritsche), Merz, Müller (67. Haspel), Filbig (67. Schülein)
Tore: 0:1 Merz (22.), 0:2 Filbig (24.), 1:2 Beer (33.), 1:3 Reichenauer (46.), 1:4 Dorner (60.), 1:5 Müller (63.), 1:6 Haspel (70.), 1:7 Egerer (90.)
SR: Zuszek (SV Eichenhausen) / Zuschauer: 230
Gelb-Rote Karten: Vetter (61 Zirndorf) wegen wiederholten Foulspiels (80.), Schramm (61 Zirndorf) wegen Reklamierens (86.).





