Riemel nicht mehr Spielertrainer in Zirndorf
Geschrieben von: Marco Galuska Mittwoch, den 23. November 2011 um 23:39 Uhr
Kreisliga: mit Audi Zentrum Nürnberg-Marienberg
Gerd Boetticher übernahm vorerst in Doppelfunktion
Nach einer viel versprechenden Saisonvorbereitung fand der TSV 61 Zirndorf im laufenden Kreisliga-Spieljahr nicht aus der unteren Tabellenregion. Nach der 0:3-Niederlage beim SV Raitersaich in der vorletzten Woche einigten sich Verein und Spielertrainer Maik Riemel einvernehmlich auf eine vorzeitige Trennung. Schon beim 3:1-Sieg gegen Burgfarrnbach hatte Spielleiter Gerd Boetticher das Kommando an der Seitenlinie und wird bei den "61er" zumindest noch im Nachholspiel gegen den TSV Cadolzburg am Sonntag (14.30 Uhr) auch als Trainer fungieren.
Es sollte der Aufbruch in eine neue Ära beim TSV 61 Zirndorf werden: Nach dem Abschied des langjährigen Trainers Peter Meier wurde Maik Riemel als Spielertrainer installiert und Toni Benitez neuer Abteilungsleiter. Die Aufbruchstimmung war in der Saisonvorbereitung greifbar, beim prestigereichen und stark besetzten Zirndorfer Cup zog der Kreisligist ins Endspiel ein. "Im Nachhinein", so stellt Spielleiter Gerd Boetticher heute fest, "wurde der Erfolg falsch interpretiert." Denn obwohl sich der Spielerkader nicht sonderlich änderte, wurde etwas vollmundig das Saisonziel ausgegeben, "oben mit dabei sein" zu wollen. "Euphorie und Selbstbewusstsein sind wünschenswert, aber manche Zielvorstellung war einfach zu hochgegriffen, das muss man heute so klar sagen," so Boetticher.
Maik Riemel (r.) wurde offiziell bei der Versammlung der Fußballer durch den neuen Abteilungsleiter Toni Benitez vorgestellt: Ein halbes Jahr später sind beide nicht mehr im Amt.
Foto: Helmer
Denn recht schnell sollte sich herausstellen, dass an der Banderbacher Straße weiterhin der Klassenerhalt oberste Priorität genießen sollte. "Die Erwartungen des Trainers, aber auch die des Vereins haben sich so nicht erfüllt. Wir haben uns nach dem Spiel in Raitersaich zusammengesetzt und sind übereingekommen, die Zusammenarbeit zu beenden", erklärt Boetticher auf Nachfrage von fussballn.de. Das Vakuum auf der Trainerposition füllte Boetticher bereits beim 3:1-Heimsieg gegen Burgfarrnbach selbst aus und wird auch noch bis zum Nachholspiel am Sonntag gegen Cadolzburg das Team trainieren. Wie es danach weitergeht, soll in der Winterpause besprochen werden.
"Wie die Jungfrau zum Kinde": Der bisherige Spielleiter Gerd Boetticher
(hier bei seiner Antrittsrede bei der Mitgliederversammlung im April) übernahm nun
bis zur Winterpause in Doppelfunktion auch das Traineramt beim TSV 61
Zirndorf.
Foto: Helmer
Wie wichtig der Sieg gegen Burgfarrnbach war, verdeutlichten die ebenfalls dreifachen Punktgewinne der Konkurrenten STV Deutenbach und ESV Flügelrad. Zumindest werden die Zirndorfer nicht auf einem Abstiegsrang überwintern und wollen den Schwung nun im Nachholspiel gegen Spitzenreiter TSV Cadolzburg (Sonntag, 14.30 Uhr) mitnehmen. "Ich sehe es als Chance noch einmal wichtige Punkte sammeln zu können und einen erfolgreichen Jahresabschluss zu schaffen", so der 48-jährige Boetticher, der seine Person partout nicht in den Vordergrund stellen möchte: "Wichtig ist die Mannschaft, nicht ich!" Ob Maik Riemel, der mit fünf Treffern aktuell bester Zirndorfer Torschütze ist, in Zukunft wieder als Spieler auflaufen wird, soll sich ebenfalls im Winter entscheiden.






