Deutenbach verliert zwei wichtige Punkte
Geschrieben von: Felix Steinbach / ML / AB / DR / RL / GE / SM / AM / RM Montag, den 14. November 2011 um 17:17 Uhr
Kreisliga: mit Audi Zentrum Nürnberg-Marienberg
Cadolzburg marschiert weiter / Kalchreuth verliert in Eibach / Keine Sieger im Keller
Der TSV Cadolzburg bleibt weiter ohne Punktverlust und thront mit 16 Siegen aus 16 Spielen an der Tabellenspitze der Kreisliga. Mit einigen Abstand kommen dahinter drei Verfolger, von denen der zweitplatzierte FC Kalchreuth am Wochenende eine 1:2-Niederlage bei der DJK Eibach hinnehmen musste, während die U23 des SV 73 Süd (4:1 in Weinzierlein) und der TSV Burgfarrnbach (4:0 gegen Türk Genc) Siege einfahren konnten. Im Tabellenkeller mussten der ASN Pfeil Phönix (1:5 gegen VfL Nürnberg), der TSV 61 Zirndorf (0:3 in Raitersaich) und der ESV Flügelrad (2:5 bei Rangierbahnhof) deutliche Niederlagen hinnehmen. Der STV Deutenbach verpasste es trotz eines Unentschiedens beim SC Worzeldorf zum Sieger des Spieltages zu werden und gab den Sieg in letzter Minute aus den Händen.
Der TSV Cadolzburg wahrt seine weiße Weste und konnte auch das 16. Saisonspiel beim TSV Johannis 83 gewinnen. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit nutzten die Gäste ihre erste Chance zur Führung durch den Kreisliga-Toptorschützen Roman Egerer, wobei der TSV Johannis 83 die komplette Zeit über zu harmlos agierte und sich kaum Torchancen herausspielen konnte. Dabei blieb es auch in der zweiten Hälfte des Spiels, in der wiederum zündende Ideen nach vorne auf Seiten der Gastgeber fehlten. Besser machten es die Gäste nach einem Konter wiederum in Person ihres besten Stürmers Egerer, der den Ball ebenso geschickt wie eiskalt über den herauslaufenden Torhüter Heimburger spitzelte.

Auch ersatzgeschwächt kam der Spitzenreiter TSV Cadolzburg (in schwarz) beim TSV Johannis 83 zu einem ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg.
Foto: R. Schimmank
Über das gesamte Spiel hinweg, welches von beiden Seiten ebenso fair wie von gegenseitigem Respekt geführt wurde, verstand es der Schiedsrichter immer wieder Hektik und Unruhe hinein zu bringen, was in einem überflüssigen Platzverweis für die Gastgeber gipfelte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war das Spiel für die Johanniser gelaufen, Cadolzburg konnte in der Folge den Spielstand konsequenterweise noch auf 0:3 durch Jens Dorner erhöhen. Die eine oder andere Chance zur Ergebniskosmetik vergab Johannis teils kläglich, so dass der Sieg für den ligadominierenden Gegner auch in dieser Höhe verdient ausfiel.

Gegen den Tabellenzweiten FC Kalchreuth (in rot) machte die DJK Eibach ein gutes Spiel und fuhr einen verdienten 2:1-Heimsieg ein.
Foto: A. Bühringer
Den Abstand auf den Tabellenzweiten konnte der TSV Cadolzburg auch deswegen weiter ausbauen, weil der FC Kalchreuth am Wochenende bei der DJK Eibach mit 1:2 unterlegen war. Die erste Chance gab es dabei für die DJK, jedoch schoss Bley über das Tor. Auch zwei weitere Chancen durch Veit und Martin Lindner konnten die Eibacher, die die Anfangsphase dominierten, nicht in ein Tor umwandeln. Besser machte es dagegen der Gast aus Kalchreuth. Mit dem ersten gelungenen Angriff konnte Schuller das ungeschickte Abwehrverhalten von Ammon ausnutzen und einen Strafstoß herausholen, den Jochen Saft zum 1:0 für den FCK verwandelte. Die DJK machte aber weiter Druck und versuchte den Ausgleich zu erzielen. Erst spitzelte Bley den Ball aber über den Kasten, danach parierte Ockert im Tor der Gäste einen Schuss von Kellner. Kurz vor der Pause dann die Chance für die Gäste noch zu erhöhen: Der schnelle Iki Schmidt konnte einen zu kurzen Rückpass der Eibacher erlaufen, scheiterte aber an Correll. Nur zwei Minuten später konnte sich auch Ockert noch einmal auszeichnen, als er gegen den freistehenden Lindner parieren konnte. Nach dem Seitenwechsel gab es zunächst Chancen auf beiden Seiten, ehe den Hausherren der Ausgleich gelang. Nach einem Freistoß auf den zweiten Pfosten überköpfte Künzel den FCK-Keeper und Veit musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Nun schienen aber die Gäste wieder etwas spielfreudiger zu werden und hatten ihre beste Phase im Spiel, ohne jedoch zu richtig großen Torchancen zu kommen. Fünf Minuten vor dem Ende drehte die Bühringer-Elf dann das Spiel. Der eingewechselte Matthias Groo bediente Künzel, der nur noch einzunicken brauchte. Kalchreuth warf nun noch einmal alles nach vorne, kam jedoch nicht mehr zum Erfolg, während auch die Eibacher Konterchancen kein Tor mehr einbrachten. So blieb es am Ende beim verdienten 2:1 für die Eibacher, die sich nun im gesicherten Mittelfeld festgesetzt haben.

Trotz eines über weite Strecken ausgeglichenen Spiels gab es bei der Partie ASV Weinzierlein (in grün) gegen den SV 73 Süd U23 am Ende einen 4:1-Sieg für die Süder.
Foto: D. Reiser
Wieder auf einen Punkt am FCK dran, ist die U23 des SV 73 Süd, die sich beim ASV Weinzierlein mit 4:1 durchsetzen konnte. In einer ausgeglichenen Anfangsphase hatte Weinzierlein erste Tormöglichkeiten durch Bernd Güßregen, der ein hohes Zuspiel neben das Tor setzte. Auch Dominic Beck, der von Gäster-Keeper Michael Lauth angeschossen wurde, kam einen Schritt zu spät. Als die Süder erstmals vor dem ASV-Tor auftauchten, konnte Sascha Helmer nur noch mit einem Foul im Strafraum klären. Den fälligen Elfer verwandelte Fabian Knie sicher. Nun nahm das Spiel Fahrt auf und Weinzierlein spielte nach vorne. Wie schon in den Spielen zuvor klappte es mit dem Toreschießen allerdings nicht. In der 38. Spielminute zog Daniel Pröpster im Strafraum ab, doch Michael Lauth hielt sicher. Im folgenden, schnellen Gegenzug passte Miguel Ortega von rechts nach innen, wo erneut Fabian Knie goldrichtig stand und den Ball zum 0:2 ins kurze Eck setzte. Der Schock beim ASV war nur von kurzer Dauer. Einen Freistoß von Daniel Pröpster lenkte der Süder Verteidiger Robin Zucker ins eigene Tor. Bis zur Pause hatte der ASV noch zwei weitere Chancen, doch das Tor schien vernagelt. Nach der Pause hegten die Zuschauer die Hoffnung auf einen Weinzierleiner Sturmlauf. Stattdessen traf Miguel Ortega durch die Beine von ASV-Keeper Tobias Eder zum 1:3. In der Folge versuchte der ASV mit aufwendiger Laufarbeit und immer wieder hohen Bällen sein Glück.

Erneut war es die schlechte Torausbeute des ASV Weinzierlein, die am Ende mitverantwortlich für die Heimniederlage gegen die Süder U23 war.
Foto: D. Reiser
Richtig gefährlich wurde es aber im Süder Strafraum nicht mehr. In der Schlussphase nutzten die Gäste dann noch eine Unaufmerksamkeit in der Weinzierleiner Hintermannschaft zum 1:4. Im Getümmel an der Strafraumgrenze schaltete Ralf Tobor am schnellsten und lupfte per Rückzieher den Ball ins Tor. Mit der Heimniederlag verliert der ASV Weinzierlein erst einmal den Anschluss an die Spitzenteams, zu denen sich hingegen der SV 1873 Süd nach dem Auswärtssieg weiterhin zählen darf.
Einen jederzeit ungefährdeten 4:0-Heimsieg landeten die Burgfarrnbacher gegen enttäuschende Gäste vom SC Türk Genc. Lediglich in den ersten zehn Minuten konnte Türk Genc mithalten, ehe die Gastgeber das Kommando übernahmen. Bereits bis zum Pausentee war die einseitige Partie vor absoluter Minuskulisse entschieden, denn die Bären führten durch Schubert (23.), Akin (42.) und Gaudian (44.) bereits sicher mit 3:0. Die Gäste wirkten teilweise überfordert und ihnen steckte vielleicht noch das verlorene Nachholspiel gegen Johannis vom Donnerstagabend in den Knochen. Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts an der einseitigen Partie. Hätten die Burgfarrnbacher nur einen Teil ihrer klaren Chancen verwertet, wären die Gäste wohl kaum um ein Debakel herumgekommen. So konnte sich nur noch einmal Fabian Schubert mit seinem 14. Saisontreffer in der 60. Minute in die Torschützenliste eintragen. Anschließend verflachte die Partie, Burgfarrnbach wollte nicht mehr und die Gäste konnten nicht mehr. Mit diesem hochverdienten Sieg stoppten die Gastgeber ihren negativen Heimtrend der letzten Wochen und konnten seit dem 18. September wieder einen Dreier zu Hause feiern.

Auch wenn es durch den 2:1-Anschlusstreffer der "Räder" kurz vor der Pause nochmal spannend wurde, war der 5:2-Heimsieg des ESV Rangierbahnhof nur wenig gefährdet.
Foto: L. Kohler
Ebenfalls zu Hause erfolgreich war der ESV Rangierbahnhof, der das Eisenbahnerderby gegen den ESV Flügelrad mit 5:2 gewann. In der ersten Halbzeit übernahm die Heimmannschaft sofort das Kommando und erspielte sich einen sicheren 2:0-Vorsprung mit Toren von Matthias Schwendinger und Stefan Müller. Kurz vor dem Halbzeittee fiel etwas unerwartet der Anschlusstreffer der Gäste durch Routinier Ercan Dedeoglu, der das Spiel wieder etwas spannender machte. In der zweiten Halbzeit kamen die Flügelräder besser aus der Kabine und erspielten sich einige Chancen zum Ausgleich, die jedoch Rangers-Torwart Oriwoll mit einigen starken Paraden zunichte machte. Nach dieser Drangphase der Gäste nahm der ESV Rangierbahnhof wieder das Heft in die Hand und baute seine Führung auf 4:1 aus. Nikitenko und erneut Stefan Müller per Foulelfmeter trafen für die Hüttl-Elf. Der Anschlusstreffer der Flügelräder durch den eigewechselten Baji war nur ein kurzes Aufbäumen, denn postwendend stellte Stürmer Christian Rauh mit dem 5:2 den alten Drei-Tore Vorsprung wieder her.
Einen 3:0-Heimsieg gab es für den SV Raitersaich gegen den TSV 61 Zirndorf. Die Gäste kamen zunächst besser in die Partie und der SVR brauchte ein wenig, ehe er sich sortiert hatte. Einen Fernschuss der Zirndorfer konnte Jeltsch toll parieren. Dann aber folgte die erste Riesenchance für die Hausherren, bei der es Reinhold allerding fertig brachte, den Ball aus drei Metern an den Pfosten zu setzen. Nur wenig später aber die Führung für Raitersaich: Nach einem Foulspiel an Patrick Ott verwandelte Walter-Götz den Freistoß aus 16 Metern direkt ins rechte Toreck. Kurz darauf setzt sich Kilian auf der rechten Seite durch und brachte den Ball von der Torauslinie scharf nach innen, wo der mitgelaufene Reinhold es diesmal besser machte und den Ball über die Linie drückte. Im zweiten Durchgang verwaltete der SVR die Partie mit dem Vorsprung im Rücken und es gab kaum noch Torchancen. Ilja Zarkov konnte nach einer schönen Einzelaktion noch das 3:0 besorgen. Reinhold hatte noch die Chance auf 4:0 zu erhöhen, scheiterte aber frei vor dem Gästekeeper am Pfosten. Mit dem 3:0 verabschiedet sich die Neunsinger-Elf erst einmal aus dem Abstiegskampf, während der TSV 61 Zirndorf weiter nicht vom Fleck kommt.

Mit seinen zwei Treffern trug VfL-Kapitän Sven Kiefer (rechts) einiges zum 5:1-Sieg des VfL Nürnberg beim ASN Pfeil Phönix (in gelb) bei.
Foto: fussballn.de
Auch kein positives Erlebnis gab es für den ASN Pfeil Phönix, der daheim gegen den VfL Nürnberg, wie schon im Hinspiel, eine deutliche Niederlage hinnehmen musste und mit 1:5 verlor. Die Assen begannen gut und drückten in den Anfangsminuten mächtig auf das Tor des VfL. Zählbares kam jedoch nicht zustande. Ganz im Gegenteil. Ein Fehler der ASN-Defensive ermöglichte dem VfL in der 10. Minute die erste Chance, die dieser durch Kiefer auch gleich zur Führung nutzten. Keine Zeigerumdrehung später tauchte ein VfL-Spieler im Sechzehner der Ziegelsteiner auf und wurde durch Lerner Elfmeterreif gelegt. Den fälligen Strafstoß von Pala parierte Lowig jedoch glänzend. Nun war wieder der ASN dran. Einen schönen Spielzug über mehrere Stationen verwandelte Beez in „Uwe Seeler Manier“ mit dem Hinterkopf zum verdienten 1:1. Der VfL hatte Glück das die Hausherren nicht vor der Pause noch eine ihrer Chancen nutzten, um das Spiel zu drehen. Nach der Pause drückten die Hausherren weiter auf das Gästetor, ohne sich jedoch zwingende Chancen zu erarbeiten. Als der starke Manndecker Frank Lerner verletzungsbedingt den Platz verlassen musste nahm das Unheil für die Heimelf seinen Lauf. Die ASN-Abwehr stand auf einmal total neben sich und ermöglichte dem VfL Chance um Chance. Eine davon nutze in der 58. Minute Pala zum 2:1. Als dann noch der ansonsten starke Lowig den Ball gegen O‘Shea vertändelte und dieser das 3:1 für den VfL erzielte war die Messe gelesen. Kiefer und Egleton setzten noch den Schlussstrich unter einen verdienten 5:1-Erfolg des VfL.

Trotz eines guten Spiels und fast schon sicher geglaubten drei Punkten musste der STV Deutenbach (in blau) sich beim SC Worzeldorf am Ende durch ein Gegentor in der Nachspielzeit nur mit einem Zähler begnügen.
Foto: Sporrer
Wie schon im Hinspiel gab es bei der Partie SC Worzeldorf gegen STV Deutenbach erneut keinen Sieger. Das 1:1-Unentschieden dürfte den Gästen aus Deutenbach aber wohl fast wie eine Niederlage vorgekommen sein, denn der Punkt für den SCW war wohl doch sehr schmeichelhaft. Von Beginn an war der Gast die agilere Elf und erzielte verdient in der 26. Minute durch Markus Brattinger die Führung. Vor guter Kulisse kämpften die Deutenbacher stark und kamen immer wieder zu guten Chancen. Einzig Torhüter Philipp Hauswirth hielt die Heimelf mit überragenden Paraden im Spiel und verhinderte einen höheren Rückstand. Auch in Hälfte zwei versäumten es die Deutenbacher den Sack zuzumachen, in dem sie klarste Gelegenheiten nicht nutzten. In der Schlussphase meldete sich der SCW zurück und konnte in der dritten Nachspielminute nach einem clever und schnell ausgeführten indirekten Freistoß über Philipp Maier auf Felix Brater einen berechtigten Strafstoß erhalten, den Torjäger Matthias Köhnlein zum schmeichelhaften Punktgewinn verwertete. So muss Deutenbach trotz eines Punktgewinns einen erneuten Rückschlag einstecken und bleibt weiterhin auf einem Abstiegsplatz.





