Johannis schlägt Türk Genc und ist heiß auf Cadolzburg
Geschrieben von: Felix Steinbach / TD Freitag, den 11. November 2011 um 11:45 Uhr
Kreisliga: mit Audi Zentrum Nürnberg-Marienberg
Irres Nachholspiel läutete das Kreisligawochenende ein
Bereits am Donnerstagabend bot der 5:4-Auswärtssieg des TSV Johannis 83 beim SC Türk Genc einen Vorgeschmack auf das Fußballwochenende in der Kreisliga. Kurios, dass in dem Spiel die 83er noch zur Halbzeit mit 3:0 führten, Türk Genc die Partie drehen konnte und bis in die Schlussphase selbst mit 4:3 in Front lag, ehe erneut die Diem-Elf zweimal zuschlug und die drei Punkte am Ende mit nach Hause nahm. Nun stehen am Sonntag wieder interessante Spiele in der höchsten Spielklasse des Kreises an. Neben dem Südstadt- und Eisenbahner-Derby Rangierbahnhof gegen Flügelrad sind auch einige Teams auf Wiedergutmachung von teils deftigen Hinspielniederlagen aus.
In ein Wechselbad der Gefühle tauchte die Mannschaft aus Johannis Fans und Zuschauer beider Seiten auf dem Stadionnebenlatz im Nachholspiel gegen den Gastgeber Türk Genc. In der ersten Halbzeit erspielten sich die Gäste durch Sundelin (21.), Krappmann (30.) und Strobel (43.) einen komfortablen 3:0-Vorsprung, wobei dennoch die Gastgeber zu ihren Chancen kamen. Die erste Gelegenheit kurz nach Wiederanpfiff nutzte Türk Genc dann und verkürzten zum 1:3 nach einer Standardsituation, wobei es die Johanniser in der Phase davor und danach ein ums andere Mal nicht verstanden, die Führung aus teilweise aussichtreichen Positionen noch weiter auszubauen. Die hierdurch bestärkten Gastgeber spielten in der Folge weiterhin druckvoll nach vorne und erkämpften sich so nicht unverdient sogar die 4:3-Führung. Torjäger Ali Karagülle und Mustafa Bayir drehten mit jeweils zwei Toren die Partie zu Gunsten des SC Türk Genc.

Nach einem kuriosen 5:4-Sieg von Johannis 83 über Türk Genc ist die Mannschaft um Arkin Akin (am Ball) heiß auf das Heimspiel gegen Spitzenreiter Cadolzburg.
Foto: fussballn.de
Dass diese nicht lange standhielt, lag an den Spielern Akin, Strobel und Wiener, die kurz vor Schluss erst den Ausgleich per Foulelfmeter (Strobel, 81.) und wenig später den Siegtreffer über eine raffiniert ausgeführte Freistoßvariante (Wiener, 86.) herausspielte. Aufgrund der vielen Torchancen war es ein alles in allem verdienter Sieg für Johannis, der dennoch aufgrund der kämpferisch und spielerisch eindrucksvollen Spielweise der Mannschaft von Türk Genc etwas glücklich ausfiel. Ein Sonderlob hatte sich an diesem Abend auch das Schiedsrichtergespann verdient, welches die Partie trotz teilweise hektischen Phasen zu jeder Zeit im Griff hatte.
Nun wird der TSV Johannis 83 am Wochenende den Spitzenreiter TSV Cadolzburg empfangen. Der TSV muss dabei auf einige seiner Stammkräfte verzichten, so verletzte sich zuletzt Spielmacher Michael Düll gegen Weinzierlein schwer. Doch nach 15 Spielen ohne Punktverlust dürfte der Ligaprimus genügend Selbstvertrauen haben, die Reihe an Ausfällen zu kompensieren und auch in der Vergangenheit bewies man, dass der Kader auch in der Breite gut aufgestellt ist. Trotzdem werden die 83er versuchen, die Schwächung der Cadolzburger zu nutzen und die ersten Punkte gegen den Aufsteiger einzufahren.
Auch der FC Kalchreuth muss auswärts ran. Bei der DJK Eibach steht dem FCK kein leichtes Spiel bevor. Die Elf von Alex Bühringer steht derzeit im hinteren Mittelfeld, doch konnte man die beiden letzten Spiel ohne Gegentor für sich entscheiden und darf nun bis zum Winter eigentlich befreit aufspielen. Da auch für Kalchreuth die letzten beiden Spiele siegreich waren, könnte sich hier für eine der beiden Mannschaften noch vor der Winterpause eine wertvolle Siegesserie aufbauen.

Der ASV Weinzierlein will zu Hause gegen den SV 73 Süd U23 erneut siegen, um an den Südern vorbeizuziehen.
Foto: D. Reiser
In Weinzierlein ist am Wochenende die U23 des SV 73 Süd zu Gast. Der Tabellendritte konnte vergangene Woche auf die Derbyniederlage gegen Flügelrad mit einem Sieg gegen Rangierbahnhof antworten und möchte bis zum Winter seine Position unter den besten Drei der Kreisliga weiter festigen. Doch erneut in die Spitzengruppe könnte auch der ASV Weinzierlein rutschen, denn sollte man gegen die Süder erfolgreich sein, würde man direkt an ihnen vorbei ziehen.
Türk Genc wird nach zwei torreichen, aber erneut nicht erfolgreichen Spielen nun einen neuen Anlauf zum eigenen Sieg beim TSV Burgfarrnbach starten. Die junge Burgfarrnbacher Mannschaft kam in der vergangenen Woche zu einem lockeren 3:0-Sieg bei Deutenbach und wird nun versuchen, endlich einmal wieder zwei Spiele in Folge gewinnen zu können.
Eine andere Leistung als gegen Burgfarrnbach will dagegen der STV Deutenbach zeigen und sich gegen den SC Worzeldorf wieder besser verkaufen. Im Hinspiel konnte man dem SCW ein 2:2-Unentschieden abringen und zeigte dabei eine ordentliche Leistung, die man nun am Wochenende vielleicht mit einem Auswärtssieg krönen möchte. Doch Worzeldorf wird daheim selbst auf Sieg spielen, denn nach dem Unentschieden gegen Deutenbach im Hinspiel setzte es für den SCW drei Niederlagen in Folge, so dass man in der Folge das Feld der Kreisliga von hinten aufrollen musste.
Erneut ein „Sechs-Punkte-Spiel“ steht dem SV Raitersaich daheim gegen den TSV 61 Zirndorf bevor. Dabei dürften vor allem die Zirndorfer noch ein Hühnchen mit dem SVR zu rupfen haben, denn im Hinspiel gab es daheim eine deftig 1:6-Niederlage. Allein schon deswegen und auf Grund der weiterhin angespannten Tabellensituation beim TSV sollte ein Sieg beim SV Raitersaich her. Der konnte am vergangenen Wochenende die Leistungssteigerung, die unter der Regie von Trainer Uwe Neunsinger stattfand, nicht bestätigen und kam trotz Zwei-Mann-Überzahl nicht über ein noch glückliches 3:3 beim SC Türk Genc hinaus. Doch davon will man sich gleich erholt zeigen und gegen Zirndorf wieder dreifach punkten.

Das dritte Derby in Folge steht dem ESV Flügelrad bevor. Nachdem man gegen die DJK Eibach das Nachsehen hatte, will die Kiymaz-Elf nun gegen Rangierbahnhof wieder erfolgreich sein.
Foto: fussballn.de
Erneut ein Südstadt-Derby steht im Duell der „Eisenbahner“ auf dem Programm. Sowohl der ESV Rangierbahnhof als auch der ESV Flügelrad mussten schon in der Vorwochen gegen eine Südstadt-Konkurrenten ran und gingen jeweils als Verlierer vom Platz. Für die Rangers, die im gesicherten Mittelfeld der Liga stehen, dürfte das nicht so dramatisch gewesen sein, auch wenn man nun das Prestigeduell siegreich gestalten möchte. Wesentlich prekärer wäre eine erneute Niederlage für die weiterhin im Abstiegskampf stehenden Flügelräder, die mit einem Auswärtssieg noch einmal wichtige Punkte vor der Winterpause klar machen könnten.
Ein Erfolgserlebnis vor der Winterpause wäre auch für den ASN Pfeil Phönix enorm wichtig. Ganze elf Spiele ist man in Ziegelstein nun schon ohne Sieg und steht deshalb folgerichtig auch auf dem letzten Tabellenplatz. Verloren ist dabei für die Assen auch vor dem Heimspiel gegen den VfL Nürnberg freilich noch nichts, denn der Abstand auf das rettende Ufer ist noch nicht groß. Ein Sieg könnte die Schwarz-Elf wieder ran bringen und gleichzeitig eine Revanche für die bittere 0:5-Niederlage im Hinspiel sein. Doch der VfL konnte, nach dem man gegen die Assen den ersten Kreisligasieg der Saison feierte, die Leistung weiter bestätigen und steht mittlerweile mehr als ordentlich da. Trotzdem möchte man nicht nachlassen und am besten noch vor dem Winter richtig punkten.





