Tuspo und Gründlach überwintern überm Strich
Geschrieben von: Marco Galuska / PH / EB / MC / AY Montag, den 28. November 2011 um 21:44 Uhr
Kreisklasse 5: präsentiert vom Autopark Gebersdorf
Altenberg gegen Falke 3:3 / Altenfurt siegt knapp in Stadeln
In ihrem letzten Spiel des Jahres konnten Tuspo Nürnberg (2:1 gegen Vach II) und die Sportfreunde Großgründlach (3:1 beim ASV Fürth II) mit ihren Siegen die Abstiegsränge verlassen. Ob auch der FSV Stadeln II (0:1 gegen Altenfurt) über dem Strich überwintern darf, hängt davon ab wie der FC Stein II sein Nachholspiel beim ASV Fürth II am Sonntag bestreitet. Mit einem 3:3-Remis verabschiedeten sich der TSV Altenberg und die DJK Falke in die Winterpause.
Eine unterm Strich nicht unverdiente 3:3-Punkteteilung gab es zwischen dem TSV Altenberg und der DJK Falke. Die Gastgeber hatten anfangs mehr vom Spiel und gingen in der 13. Minute durch einen Freistoß von Giacomo Goff verdient in Führung. Weiter drängte Altenberg und erhöhte durch Thomas Heinl in der 17. Minute auf 2:0. Danach scheiterte Marco Ungermann knapp an Falke-Torhüter Marius Steger in aussichtsreicher Position. Den ersten Konter der Gäste schloss Daniel Maderer zum 2:1 ab. Dann kam die Zeit der Gäste, sie drängten auf den Ausgleich. Was auch durch einen Freistoß aus 35 Metern durch Julian Klose in der 35. Minute gelang. In der zweiten Halbzeit kam wieder Altenberg stärker ins Spiel. Florian Rupprechter scheiterte knapp. Den wiederum ersten Konter der Gäste schoss erneut Julian Klose zum Führungstreffer in der 67. Minute ab. Dann drängte Altenberg auf den Ausgleich, biss sich jedoch an der mit Haken und Ösen verteidigenden Abwehr der Gäste fest. In der 83. Minute kamen sie durch einen Strafstoß, geschossen von Florian Rupprechter und vorher verschuldet durch ein Foul an Christian Heinl, zum überaus verdienten 3:3-Ausgleichstreffer. Die Gäste beklagten nicht nur die Elfmeterentscheidung, sondern haderten mit dem Unparteiischen auch, als er kurz vor Schluss Thomas Möstl auf dem Weg zum Tor zurückpfiff. In Altenberg ist man froh, in die verdiente Winterpause zu gehen. Sind doch nun mit Christian Chaddock, Giacomo Goff und Christian Heinl drei wichtige Spieler verletzungsbedingt nicht komplett einsatzfähig und können sich jetzt kurieren.

Eine unterhaltsame Partie, jedoch keinen Sieger, gab es zum Jahresabschluss in Altenberg, wo der TSV (rechts Aaron Moses) mit der DJK Falke (links Alexander Hitz) die Punkte teilte.
Foto: D. Grosch
Mit einem knappen 1:0-Sieg konnte sich der TSV Altenfurt beim FSV Stadeln II behaupten und sich somit wieder an die Spitzengruppe herantasten. Die Gäste traten nahezu in Bestbesetzung an, beim FSV hat die lange Verletztenliste in beiden Mannschaften eine Riesenlücke gerissen. So musste Fuat Kolukisaoglu mit der BOL-Mannschaft nach Seligenporten fahren, der Kader der Zweiten musste mit drei A-Jugendlichen aufgefüllt werden. Die Vorzeichen aus Sicht der Stadelner für eine Wiedergutmachung des Katastrophenspiels der Vorwoche in Buch waren denkbar schlecht. Die Heimelf hatte die deutlichen Worte von Coach Marcelino Mjeda aber anscheinend verstanden. Von Anfang an hielten die Stadelner couragiert dagegen und waren über die gesamte Spielzeit dem TSV mindestens ebenbürtig. Torchancen waren in der ersten Halbzeit rar gesät. Die klarste Möglichkeit hatte A-Junior Thilo Abudo, der allerdings nach einem Alleingang zu überhastet abschloss. Die größte Möglichkeit der Gäste endete nach einem Stadelner Stellungsfehler in der 39. Minute am Pfosten. Kurz vor der Halbzeit dann noch ein Aufreger: Nach einem Rückpass, den Altenfurts Keeper Lukas Gehle mit der Hand aufnahm, gab es indirekten Freistoß am Fünf-Meter-Raum. Die große Möglichkeit wurde von den Stadelnern allerdings schlecht ausgeführt und verpuffte somit wirkungslos.

Unterm Strich glücklich war der 1:0-Sieg des TSV Altenfurt (in rot) beim stark ersatzgeschwächten FSV Stadeln II.
Foto: Brunner
In der zweiten Hälfte verstärkte der FSV den Druck und kam zu mehreren guten Möglichkeiten. Ausgangspunkt war häufig der beste Mann auf dem Platz, A-Jugend-Kapitän Thilo Abudo. Jedoch fanden seine Vorbereitungen keinen entschlossenen Vollstrecker. Und so kam es wie so oft: Die bei Standards traditionell gefährlichen Altenfurter schafften im Anschluss an eine Ecke den Siegtreffer. Torschütze war Thomas Krautsieder in der 70. Minute. Die Heimelf versuchte danach mit aller Macht, zumindest noch einen Punkt zu retten. Die Abschlussschwäche blieb allerdings weiter das große Manko und so blieb es am Ende bei einem auch nach Altenfurter Meinung glücklichen Gäste-Sieg.

Vach-Keeper Felix Hörrlein bewahrte seine Farben mit tollen Paraden lange Zeit vor einem Rückstand.
Foto: Gillert
Besser lief es für den ebenfalls stark ersatzgeschwächten Tuspo Nürnberg, der in einem intensiven Spiel gegen den ASV Vach mit einem 2:1 wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einfahren konnte. In den Anfangsminuten neutralisierten sich beide Mannschaften und bemühten sich um das Spiel nach vorne. Jedoch standen beide Abwehrreihen kompakt und ließen nicht allzu viel Gefahr zu. Tuspo agierte im Gesamten agiler und entschlossener nach vorne, sodass sich die besseren Chancen zu Gunsten des Tuspo ergaben. Sanosin war es, der ASV-Keeper Hörrlein zwei Mal prüfte, jedoch war dieser stets auf dem Posten. Nach einem Eckball durch Sanosin, war es Schuh, der versuchte aus kurzer Distanz einzuköpfen, doch mit einer Glanztat lenkte Hörrlein den Ball zur Ecke. Der ASV spielte zwar munter mit, doch endeten die Angriffsversuche spätestens an der Strafraumgrenze des Tuspo. Danny Konrad prüfte Hörrlein ein weiteres Mal aus der Distanz, allerdings war dieser Versuch ungefährlich. Mit dem 0:0-Halbzeitergebnis gingen die Parteien in die Kabinen, aus der der ASV Vach besser kam.

Hart umkämpft ging es zu zwischen Tuspo Nürnberg (rechts Muhammed Can) und dem ASV Vach II. Während die Vacher den Zug nach oben verpassten, konnte sich der Tuspo durch den 2:1-Erfolg etwas Luft verschaffen.
Foto: Gillert
Die Gäste setzten nun deutlichere Offensivakzente, aber Tuspo verhinderte klare Einschussmöglichkeiten für den Gast. Nach einem individuellen Fehler in der Tuspo-Abwehr musste Stephen Kleesattl, der sonst einen ruhigen Nachmittag verbrachte, gleich hinter sich greifen. Die Innenverteidigung ließ den Ball passieren, Tobias Hahn lief durch und netzte zur Führung für die Vacher ein. Auch die nächsten Minuten gehörten dem ASV. Manuel Hahn vergab aus aussichtsreicher Position, um die Führung zu erhöhen. Nur wenige Zeigerumdrehungen später sollte sich das rächen. Sanosin spielte dem lauffreudigen Danny Konrad in den Lauf, der alleine vor Torwart Hörrlein flach zum Einstand einschob. Tuspo übernahm wieder das Kommando und zeigte den größeren Siegeswillen. Die Belohnung dafür gab es in der 75. Minute: Roberto Bernardez legte flach in die Mitte ab, Sanosin ließ zum mitgelaufenen Danny Konrad durch, der einmal mehr das Runde im Eckigen unterbrachte. In den Folgeminuten drängte zwar Vach auf den Ausgleich, aber nennenswerte Torchancen blieben aus. Mit diesem Sieg verschaffte sich der Gastgeber etwas Luft im Abstiegskampf. In der Winterpause werden sowohl die Konrad-Brüder Marco und Danny, als auch Sven Vogel den Tuspo in Richtung DJK BFC verlassen. Der Tuspo Nürnberg bedankt sich bei diesen Spielern für ihr Engagement und wünscht weiterhin alles Gute.

Nach der 14. Niederlage im 15. Spiel scheint der Sturz des ASV Fürth II in die A-Klasse nicht mehr abwendbar.
Foto: fussballn.de
In einem rasanten und kampfbetonten Kellerduell unterlag der ASV Fürth II gegen die SF Großgründlach mit 1:3. Der ASV spielte sehr gut mit, doch im Abschluss fehlt noch die gewisse Cleverness. Der an diesem Tag überragende Stefan Rösner setzte bereits in der 10. Minute einen Alleingang in der eigenen Hälfte an und konnte bis zum Strafraum nicht aufgehalten werden. Sein Abschluss ging dann etwas glücklich (abgefälscht von einen ASV-Abwehrspieler) aus ca. zehn Meter halblinks zur Führung ins Tor. Der ASV antwortete mit wütenden Angriffen. Die klareren Chancen hatten trotzdem die Großgründlacher in der 14. Minute und noch klarer war die Chance von Sven Skribulja in der 20. Minute, als dieser freistehend am kurzen Pfosten scheiterte. Der Ausgleich fiel nach einem 35-Meter-Freistoß von Alexander Hupfer. Seinen Schuss konnte Keeper Hofmann nicht festhalten, so dass Heiko Giepen nur noch abstauben musste. Mit diesem 1:1 ging es dann auch in die Pause. Nach dem Pausentee ging es gleich wieder forsch zur Sache. Hüben wie drüben waren Chancen zu verzeichnen. In der 55. Minute verwandelte Matthias Gäberlein aus kurzer Distanz zur erneuten Führung für Großgründlach und in der Schlussminute war es erneut Gäberlein, der den 1:3-Endstand markierte. Dies war jedoch den Ausgleichsbemühungen der Heimelf geschuldet, die ihre Abwehr komplett auflöste.





