Top vier bleiben sieglos

Kreisklasse 5: präsentiert vom Autopark Gebersdorf

Germania besiegt die Sultane / Altenberg und Frankonia nur remis / Altenfurt verliert bei Falke

Ein Paukenschlag jagte den anderen am letzten Spieltag vor der Winterpause. Zunächst trennte sich Altenberg am Samstag in Vach mit 2:2, ehe die Frankonen bei der SG 83 Nürnberg-Fürth II am Sonntag das gleiche Ergebnis erreichten. Dass dieser Punkt sogar noch wertvoll wurde, dafür sorgten der SC Germania, der beim Primus SV Eyüp Sultan mit 5:2 gewann, und die DJK Falke, die gegen den TSV Altenfurt mit 1:0 die Oberhand behielt. Im Keller feierte Gründlach einen wichtigen Dreier gegen Tuspo, Stein II unterlag BaKi II mit 1:2 und Buch II setzte sich mit 1:0 gegen Stadeln II durch. 

In der Kreisklasse 5 geht es weiterhin eng zu. Da hatte sich die Konkurrenz im Kampf um den Aufstieg über den samstäglichen Ausrutscher des TSV Altenberg in Vach (2:2) insgeheim gefreut, um am Sonntag dann selbst Federn zu lassen. Denn Spitzenreiter Eyüp Sultan und der TSV Altenfurt unterlagen und der ATV Frankonia machte es den Altenbergern im Spiel bei der SG 83 Nürnberg-Fürth II vom Ergebnis her gleich.

SG 83 Nürnberg-Fürth II - ATV Frankonia

Dieser Freistoß von Ralf Hendel (Nr. 4) sollte nichts einbringen. Allerdings gelang ihm später noch der 2:2-Ausgleich.
Foto: Hofmann

Das Spiel begann recht zerfahren, keines der Teams konnte sich eine wirkliche Feldüberlegenheit erspielen. Während die Frankonen es spielerisch versuchten, wollten die Gastgeber mit einem aggressiven Spiel schnelle Vorstöße der ATV-Offensivabteilung verhindern. So war der erste Aufreger des Spiels ein rüdes Foul von Julian Mandl an Kevin Ott, der daraufhin den Platz zunächst verletzungsbedingt verlassen musste. Da auch weiterhin spielerisch nicht viel vor dem Tor herausspringen sollte, war es vorprogrammiert, dass das erste Tor durch eine Standardsituation fallen musste. In der 28. Minute hämmerte Goalgetter Fatih Uzun einen aus Sicht der SG zweifelhaften Freistoß von der Strafraumgrenze an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball über die Linie sprang. Wenig später wäre beinahe der Ausgleich gefallen: ATV-Keeper Fuat Sasmaz wollte eine immer länger werdende Flanke vor einem einköpfbereiten SG’ler ins Toraus klären, lenkte den Ball jedoch in Richtung Tor, so dass Abwehrchef Ilker Koc in höchster Not retten musste (36.). Auch in der zweiten Halbzeit sollten spielerische Highlights Mangelware bleiben, wobei man den Frankonen nun eine leichte Feldüberlegenheit attestieren konnte. Doch trotzdem fiel das Tor auf der anderen Seite. Die ATV-Defensive klärte einen eigentlich harmlosen Ball in die Mitte und Volkan Hür netzte aus kurzer Distanz zum 1:1 ein (65.). Nur eine Minute später wurde dann der gerade erst verwarnte Dusan Trivanovic wegen Ballwegschlagens des Feldes verwiesen.

SG 83 Nürnberg-Fürth II - ATV Frankonia

Murat Sasmaz (Bildmitte, in schwarz) hatte die letzte Chance des Spiels, doch sein Kopfball landete an der Latte.
Foto: Woiwode

Nun wurden auch die Hausherren mutiger, was jedoch Räume zum Kontern für die Frankonen bot. Eine dieser Situationen führte dann auch zum Erfolg: Uzun spielte den Ball in den Lauf vom zurückgewechselten Ott, der den Ball unter Bedrängnis wieder auf Uzun querlegen konnte. Dieser musste dann nur noch am bereits geschlagenen SG-Keeper vorbeischieben (74.). Die SG-Zweite reklamierte zwar auf Abseits, doch die Pfeife blieb stumm. Die Freude der Frankonen währte dann auch nur kurz. Mit einem höchst zweifelhaften Elfmeter nach einem angeblichen Foul von Marcus Engl an Man-Hien Nguyen, den Ralf Hendel sicher verwandelte, sicherte sich die SG 83 schließlich noch einen Punkt (76.). Denn in der Schlussviertelstunde gab es außer einer Chance für Murat Sasmaz, dessen Kopfball an der Latte landete, keine Möglichkeiten mehr.

SV Eyüp Sultan - SC Germania

Der agile Tim Scheba (rechts) hatte entscheidenden Anteil am Auswärtssieg der Germanen beim Spitzenreiter SV Eyüp Sultan, der aber nicht vom Thron gestoßen wurde.
Foto: Zander

Primus SV Eyüp Sultan erging es gleich noch schlechter. Mit 2:5 unterlag die Karaca-Elf dem SC Germania. Dabei wirkte die Moschee-Elf zu Beginn optisch überlegen. Einzig die Tore sollten fehlen. Denn weder Hakan Özyürek noch Serdar Cetinkaya oder Özer Durmus brachten ihre Gelegenheiten über die Linie. Und nach einer guten halben Stunde schockte Tim Scheba mit einem Doppelschlag den Eyüp-Anhang. Als man sich gerade wieder gefangen hatte, nutzte Marcel Klaussner einen Stellungsfehler der Hintermannschaft gnadenlos aus und stellte den Pausenstand her. Die Mannen von Ibrahim Karaca hatten sich für die zweite Hälfte einiges vorgenommen, doch der Treffer von Engin Okuyucu (70.) kam schon etwas zu spät. Als dann Andreas Weiner in der 79. Minute den alten Drei-Tore-Vorsprung wiederherstellte, dachte man schon, dass dies die Entscheidung sein würde. Doch Özer Durmus gelang im Gegenzug das 2:4. Den endgültigen Schlusspunkt setzte schließlich Klaussner in der 89. Minute. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Eyüp bereits dezimiert, denn Özer Durmus sah wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte.  

SV Eyüp Sultan - SC Germania

Der SV Eyüp Sultan (in schwarz) versuchte in der zweiten Hälfte noch einmal alles, doch die Aufholjagd wurde nicht von Erfolg gekrönt.
Foto: Cankaya

Das Spiel der DJK Falke gegen den Tabellenvierten TSV Altenfurt begann auf Augenhöhe. Die erste Chance hatten dabei die beiden Altenfurter Yannic Pfefferlein und Thilo Kuke, doch beide sahen sich nicht in der Lage, den Ball konsequent in Richtung Tor zu befördern. In der 17. Minute hatte auf der anderen Seite Alexander Hitz eine gute Möglichkeit, als er aus halbrechter Position aus etwa 20 Metern Torentfernung abzog, doch TSV-Keeper Lukas Gehle konnte zur Ecke klären. Stephan Kuderna hatte in der 26. Minute eine gute Kopfballchance, doch brachte er nicht genug Druck hinter den Ball, sodass die Möglichkeit verpuffte. In der 29. Minute zeigte sich dann Thomas Möstl durchsetzungsstark, versenkte die Kugel zur Falke-Führung und machte sich damit selbst ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Kurz vor der Halbzeit war es dann Nicolas Güssregen, der mit einem Kopfball am guten Falke-Keeper Marius Steger scheiterte.

DJK Falke - TSV Altenfurt

Thilo Kuke (Nr. 7) hatte zusammen mit Yannic Pfefferlein die erste Möglichkeit des Spiels. Am Ende setzte sich aber die DJK Falke mit 1:0 durch.
Foto: Breinbauer

Nachdem ein Freistoß der Altenfurter kurz nach dem Wechsel über die Querlatte geflogen war, war es wieder Güßregen, der von rechts in den Strafraum zog und im Anschluss an der Querbalken scheiterte. Als Tobias Schlund in Steger seinen Meister gefunden hatte (62.), hatte auf der anderen Seite DJK-Torjäger Julian Klose eine Doppelchance. Zunächst visierte er den Pfosten an, um danach an Lukas Gehle zu scheitern. In der 70. Minute holte sich Güßregen wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte und in der 86. Minute folgte ihm Mannschaftskollege Patrick Schatz wegen des gleichen Vergehens, wodurch die Partie letztlich frühzeitig entschieden war. Falke hatte in der Schlussminute noch eine Chance durch Klose, der aber wiederum gegen Lukas Gehle den Kürzeren zog. Am Ende gewann die Strehl-Elf die intensiv geführte Partie nicht unverdient und zog damit mit der Kuderna-Elf, die einmal mehr ein Spiel in Unterzahl beendete, nach Punkten gleich.

DJK Falke - TSV Altenfurt

Die Altenfurter Abwehr (in rot) um Keeper Lukas Gehle stand zwar zumeist sicher, doch gegen den Schuss von Thomas Möstl (nicht im Bild) war er machtlos.
Foto: fussballn.de

Zum letzten Spiel vor der Winterpause war der TSV Buch II bemüht die 1:4-Pleite der vergangenen Woche vergessen zu machen. Die Bucher Jungs attackierten die Gäste aus Stadeln, die mit der stolzen Serie von acht ungeschlagenen Partien angereist waren, vom Anpfiff weg und versuchten so Druck aufzubauen. Es gelang auch sofort die Stadelner Angriffsbemühungen im Keim zu ersticken. Jedoch blieben eigene Angriffe ebenfalls Mangelware. In der 35. Spielminute fasste dann Wolfang Müller einen zu kurzen Befreiungsschlag der Stadelner direkt ab und jagte diesen mit gefühlten 150 km/h Richtung FSV-Gehäuse. Der Bucher Mittelstürmer Marco Lindner lenkte den Ball im Abseits stehend vor Torwart Max Erk noch ab, so dass diesem Treffer zu Recht die Gültigkeit verwehrt wurde. Kurz vor Ende der ersten Hälfte wurde der Bucher Martin Weber mustergültig von der linken Seite in Szene gesetzt und konnte von Erk nur noch regelwidrig gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Libero Jörg Awerkow sicher zur Pausenführung.

TSV Buch II - FSV Stadeln II

Nur wenige Torchancen zeigten der TSV Buch II (in rot) und der FSV Stadeln II. Bezeichnend war, dass das Tor des Tages aus einem Elfmeter resultierte.
Foto: Brunner

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild. Buch setzte Stadeln früh unter Druck und verteidigte lauf- und zweikampfstark. Stadeln, das auf die Abräumer Andreas Klostermeier und Lukas Brunner (Kreuzbandriss) verzichten musste, konnte sich nur durch einige Standardsituationen dem Bucher Gehäuse nähern, die allerdings vom sehr sicheren Bucher Torwart Matthias Daut entschärft wurden. Zum Ende des Spiels warf Stadeln alles nach vorne und versuchte noch den Ausgleich zu erzwingen, was aber nicht gelang. Die Bucher ihrerseits gingen etwas fahrlässig mit den sich bietenden Räumen zum Ende der Partie um, so dass bis zum Abpfiff gezittert werden musste. Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg der Heimelf, die an diesem Tag einfach etwas mehr investierte. Auf Bucher Seite verdienten sich neben dem Torhüter Daut noch Wolfgang Müller und Christian Brehm gute Noten.

TSV Buch II - FSV Stadeln II

Wenn es im Bucher Strafraum einmal gefährlich wurde, dann war TSV-Keeper Matthias Daut zur Stelle.
Foto: Brunner

Das Kellerduell zwischen den SF Großgründlach und Tuspo Nürnberg konnten die Hausherren nach einer rassigen und spannenden Kreisklassenpartie für sich entscheiden. Während die ersten 15 Minuten den Gastgebern gehörten und Chancen von Fabian Schwägerl und Axel Schwartz durch Tuspo-Torhüter Stephen Kleesattl vereitelt werden konnten, erzielten die Gäste mit einem Konter das zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende 0:1 durch Danny Konrad. Großgründlach fand dann etwas schwer ins Spiel zurück, konnte aber bereits in der 20. Minute durch Schwägerl ausgleichen. Ein Foulelfmeter in der 25. Minute wurde von Sven Skribulja zur 2:1-Halbzeitführung verwandelt.

SF Großgründlach - Tuspo Nürnberg

Muhammed Can (in schwarz) kehrte in die Tuspo-Stammformation zurück, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.
Foto: fussballn.de

Nach dem Pausentee machte Tuspo noch einmal gehörig Druck und hatte in der 51. Minute eine Großchance, die Anatoli Sanosin freistehend vor Torhüter Hofmann vergab. Das Spiel wurde zunehmend offener und blieb hart umkämpft, was in der 65. Minute zu einem Feldverweis für Tim Kett wegen wiederholten Foulspiels führte. Doch unmittelbar darauf hatten die Gäste dennoch die Chance auf den Ausgleich durch einen Foulelfmeter in der 68. Minute. Torhüter Hofmann konnte aber den scharf getretenen Strafstoß von Danny Konrad parieren und hielt somit die Führung fest. Tuspo steckte aber nie auf und bewies Moral. Allerdings waren dadurch auch für die Gastgeber Räume zum Kontern gegeben. Ein Tor gelang den Gründlachern trotz guter Chancen jedoch bis zur 87. Minute nicht. Erst der dritte Elfmeter in dieser Partie, den Schwägerl sicher verwandelte, brachte die endgültige Entscheidung in diesem für beide Mannschaften so wichtigen Spiel. Letztlich ging der Sieg auf Grund der Moral und der kämpferischen Leistung der Heimmannschaft gegen einen starken Tuspo in Ordnung.

SF Großgründlach - Tuspo Nürnberg

Die SF Großgründlach (in grün) zeigten Kampfgeist und zwangen Tuspo Nürnberg in die Knie.
Foto: Gäberlein

Der FC Stein II unterlag in einer weiteren Partie in der unteren Tabellenregion dem FC Bayern Kickers II mit 1:2. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte, in der sich beide Teams neutralisierten, brachte Andreas Stanitzek die Kök-Elf im zweiten Versuch in Front (50.). Nach dem Führungstor war BaKi II weiter am Drücker. Lohn hierfür war das zweite Tor für die Gäste durch Faruk Özkan, der dabei FC-Keeper Hans-Jürgen Salemi ausspielte (70.). Etwa zehn Minuten später gelang den Gastgebern durch Stefan Steininger der Anschlusstreffer, doch zu mehr sollte es für die Schuberth-Elf an diesem Tag nicht mehr reichen.

FC Stein II - FC Bayern Kickers II

Umkämpft war die Partie zwischen dem FC Stein II und dem FC Bayern Kickers II, wie dieser Zweikampf zwischen BaKis Christian Nsabimana (in blau-weiß) und Enzo Romeo beweist.
Foto: fussballn.de

Dagegen hatte Patrick Blankenship noch die große Chance zur endgültigen Entscheidung, als er den Ball freistehend über Salemi, aber auch über das Tor, hob. Damit feierte die Kök-Elf einen wichtigen Dreier im Kampf gegen den Abstieg. Nach einem tollen Zwischenspurt geht in Stein der Blick nun endgültig wieder nach unten.