Altenberg nach Lattenschießen nur Remis

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Eyüp Sultan wieder in der Spur / Frankonia feiert Kevin Ott / Tuspo und BaKi II gewinnen Kellerduelle

Der SV Eyüp Sultan meldete sich mit einem 6:3-Sieg über den FC Stein II wieder in der Erfolgsspur zurück. Dicht auf den Fersen bleibt aber der ATV Frankonia nach dem 7:1-Sieg über Großgründlach, bei dem Kevin Ott gleich vier Mal erfolgreich war. Nicht so schnell vergessen wird man in Altenberg das 2:2 bei Germania, denn die Latte sollte sich als zwölfter Mann des SCG erweisen und erst in der fünften Minute der Nachspielzeit kassierte man den Ausgleich. Während sich Altenfurt und die SG-Zweite torlos trennten, kamen Tuspo Nürnberg (3:0 gegen den ASV Fürth II), BaKi II (4:1 gegen Buch II) und Stadeln II (1:0 gegen Falke) zu wichtigen Siegen im Abstiegskampf.

Das Spiel des ATV Frankonia gegen die SF Großgründlach war gleichzeitig die Rückkehr von ATV-Torjäger Fatih Uzun nach überstandener Verletzung. Zwar traf er auch gleich wieder ins Tor, aber sein Sturmpartner Kevin Ott stahl ihm trotzdem die Show. Er netzte beim deutlichen 7:1 gleich vier Mal ein. Zunächst begann das Spiel mit vorsichtigem Abtasten beider Seiten. Die erste Chance sollten dann die Gäste aus Großgründlach bekommen, als ATV-Keeper Fuat Sasmaz einen Ball nicht festhalten konnte und den abstaubenden Gründlach-Akteur nur noch mit einem Foul vor dem Einschießen hindern konnte. Den fälligen Elfmeter vergab Robert Goldhahn und schoss über das Tor (7.).

ATV Frankonia - SF Großgründlach

Die Riesengelegenheit zur Gründlacher Führung ließ Robert Goldhahn (nicht im Bild) liegen. Danach traf der ATV fast nach Belieben.
Foto: Woiwode

Nur drei Minuten nach dem Beinahe-Rückstand hatten die Frankonen ihre erste Gelegenheit, als Marcus Engl eine Flanke von links schlug und im wiedergenesenen Fatih Uzun einen Abnehmer fand. Dessen Kopfball schrammte jedoch haarscharf am Pfosten vorbei. Nach einigen Chancen der immer überlegener wirkenden Illini-Elf sollte in der 36. Minute das erlösende 1:0 fallen. Der an diesem Tag sehr präsente Marcus Engl wurde von Uzun geschickt und sah den mitgelaufenen Kevin Ott, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Nach der Pause legte der ATV erneut mit Tempo los und bereits nach 50 Minuten trug sich wieder Ott in die Torschützenliste ein, als er nach einer Engl-Ecke am höchsten stieg und die Kugel sehenswert per Kopf in den Winkel setzte. Gerade einmal vier Minuten später holte Daniel Mendez am rechten Strafraumeck einen Freistoß heraus und profitierte in der Folge selbst davon, da er die Hereingabe von Marco Montag zum 3:0 verwertete (54.). Bei Gründlach ging nun im Grunde überhaupt nichts mehr zusammen, jedoch versuchten die Gäste weiterhin mitzuspielen und versteckten sich nicht im eigenen Strafraum. Die Belohnung dafür gab es beinahe in der 61. Minute, als Fuat Sasmaz bei einem Freistoß zu einer Parade gezwungen wurde. Die endgültige Vorentscheidung erzielte dann Abwehrchef Ilker Koc, der sich begünstigt durch noch immer offensiv stehende Gäste mit in das Offensivspiel einschaltete und auf Uzun spielte. Der wiederum leitete den Ball bilderbuchmäßig mit der Hacke zurück in den Lauf von Koc, welcher dann in ungewohnter Torjägermanier vor dem Tor die Nerven behielt und traf (69.). Nachdem Ott auf Vorlage von Engl seinen dritten Treffer erzielt hatte (75.), durfte sich auch Uzun nach einem Montag-Pass in die Torschützenliste eintragen (86.). Nur zwei Minuten später wurde Ott von einem Gründlacher per Querpass bedient. Dieser bedankte sich für das Geschenk und schnürte seinen Viererpack. Den Schlusspunkt setzte dann die Nahr-Elf. Im Mittelfeld wurde der Ball vertändelt, Sven Skribulja wurde nur halbherzig attackiert und dieser nutzte die Chance, um mit einem Sonntagsschuss in den Winkel den Ehrentreffer zu erzielen (90.), den sich die Gründlacher aufgrund ihrer stets fairen Spielweise trotz aussichtsloser Situation mehr als verdient hatten.   

ATV Frankonia - SF Großgründlach

Kevin Ott konnte sich am Ende feiern lassen. Mit seinem Viererpack hatte der antrittsschnelle Angreifer entscheidenden Anteil am deutlichen 7:1-Erfolg über die SF Großgründlach.
Foto: Woiwode

Mit dem FC Stein II empfing Spitzenreiter SV Eyüp Sultan den erwartet schweren Gegner. Die Schuberth-Elf hatte sich auf der Steinplatte etwas ausgerechnet und begann dementsprechend selbstbewusst. So entwickelte sich ein gutes und temporeiches Spiel. Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeber durch Ugur Türker in der zehnten Minute, der mit seinem Kopfball an der Latte scheiterte. Kai Rupprecht schoss dann den Underdog etwas überraschend mit zwei Toren in Führung (15., 25.) und bei der Moschee-Elf sah man sich schon an die Niederlage der Vorwoche gegen Buch II erinnert. Doch Mehmet Ceylan sorgte in der 38. Minute für den Anschlusstreffer, was gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutete.

SV Eyüp Sultan - FC Stein II

Özer Durmus (rechts, in schwarz) avancierte zum Spieler des Tages beim SV Eyüp Sultan und ebnete mit seinen drei Treffern den Weg zum Sieg über den FC Stein II.
Foto: Türen

In Hälfte zwei schlug dann die Stunde von Özer Durmus, der das Spiel durch zwei Treffer zunächst drehen konnte (50., 60.). Erst traf er nach schöner Vorlage von Serdar Cetinkaya und machte es mit einem starken Volleyschuss noch schöner. Danach nahm er es mit drei Gegenspielern auf und traf zum 3:2. Doch Yasin Kozak erzielte in der 72. Minute den abermaligen Ausgleich, was die Hoffnung der Steiner auf einen Punktgewinn nährte. Doch in der 78. Minute entschied der Unparteiische auf einen zweifelhaften Elfmeter und schickte gleichzeitig den Steiner Fargo mit der Ampelkarte im Gepäck vom Platz. Diese Gelegenheit ließ sich der gefoulte Özer Durmus nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß sicher. Stein II warf in Unterzahl noch einmal alles in die Waagschale und wurde noch zweimal ausgekontert. Ugur Türker (85.) und Torjäger Serdar Cetinkaya brachten den Heimsieg in einer spannenden und stets fairen Partie endgültig unter Dach und Fach.

SC Germania - TSV Altenberg

Hoch hinaus wollte eigentlich der SC Germania (in rot) und konnte am Ende froh sein, dass man gegen den TSV Altenberg noch zu einem Unentschieden kam.
Foto: Brandl

Dagegen ließ Verfolger TSV Altenberg Federn und trennte sich beim SC Germania mit einem 2:2-Unentschieden. Dabei lag die Krimm-Elf bereits mit 2:0 in Front. Denn in der elften Minute zeigte die SCG-Abwehr zum wiederholten Male Schwächen. Nach einer Rupprechter-Ecke verlängerte Marco Ungermann auf den zweiten Pfosten und Thomas Heinl netzte zur Führung ein. Germania hatte sich vor diesem Spiel einiges vorgenommen, jedoch zeigte sich die Mannschaft nach dem Gegentreffer ziemlich geschockt. Der TSV Altenberg kombinierte nach Belieben und erhöhte in der 20. Minute auf 0:2. Der Vorbereiter des ersten Tores Marco Ungermann war diesmal selbst erfolgreich und traf nach Vorlage von Christian Heinl. Doch die Knott-Elf gab sich nicht auf. Ein von Serdar Dinc schnell auf Jonnhy Crespo ausgeführter Freistoß fand den Weg ins Tor. Crespo ließ noch zwei Gegenspieler stehen und schob ins lange Eck ein (23.). In der 52. Minute versuchte sich der TSV im Lattenschießen und hätte sich für diese Einlage einen Extra-Punkt verdient gehabt. Ungermann bekam die Kugel in die Gasse gespielt und versuchte sich an einem Heber über SCG-Torwart Marc Örtelt, der an der Latte landete. Der nachgelaufene Aaron Moses brachte den Ball noch einmal mit dem Kopf in die Gefahrenzone. Doch anstatt ins Tor zu fliegen, tanzte der Ball gleich vier Mal auf der Latte, ehe er ins Toraus ging. Im weiteren Spielverlauf hatte die Krimm-Elf noch zwei Mal Pech mit der Querlatte, die sich als zwölfter Germane erwies und die Heimmannschaft im Spiel hielt. Da Altenberg die Entscheidung verpasste, hatten die Germanen in der 95. Minute die letzte Gelegenheit des Spiels. Alle Spieler tummelten sich im und um den Altenberger Strafraum. TSV-Keeper Christian Chaddock versuchte die Hereingabe zu fassen, doch er konnte den Ball nicht festhalten und Thomas Rittmann drosch die Kugel aus zehn Metern in die Maschen. Somit konnten die Germanen jubeln, während sich der Punkt für die Altenberger wie eine Niederlage anfühlte.

FC Bayern Kickers II - TSV Buch II

Patrick Blankenship (in blau, hier im Duell mit Wolfgang Müller) zeigte eine starke Leistung und belohnte sich mit zwei Treffern.
Foto: fussballn.de

Ein eminent wichtiger Derby-Sieg gelang dem FC Bayern Kickers II mit 4:1 gegen den TSV Buch II. Dabei begannen die Bucher mit dem Schwung des 3:1-Sieges gegen den Spitzenreiter Eyüp Sultan und diktierten in der Anfangsphase das Geschehen. So war die Führung der Gäste durch Christian Brehm nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite von Marco Lindner alles andere als unverdient. In der Folge verpasste es die Gemmrig-Elf nachzulegen und erlaubte sich eine folgenschwere Nachlässigkeit Mitte des ersten Durchgangs, als Jörg Awerkow den Ball im Strafraum nicht klären konnte und der pfeilschnelle Patrick Blankenship nur durch ein Foulspiel zu stoppen war. Den fälligen Strafstoß verwandelte Akin Özdemir absolut sicher (23.) und leitete damit die Wende in der Partie ein. Nur drei Minuten später setzte sich Tamas Dencs über die rechte Seite durch, seinen Flachschuss konnte TSV-Keeper Matthias Daut nur zur Seite abwehren, wo Blankenship goldrichtig stand und zur Führung abstaubte. BaKi II war nun am Drücker: Lukas Schlabschi setzte entschlossen nach und legte den eroberten Ball für Kapitän Patrick Loy ab, der mit einem perfekten Abschluss ins rechte untere Eck aus 16 Metern zum 3:1-Pausenstand traf (36.). Nach der Pause vergaben zunächst die Hausherren die Vorentscheidung. Danach hatten die Bucher, die in der zweiten Hälfte in der Defensive Mann gegen Mann spielten, die Chance auf den möglichen Anschlusstreffer, zogen aber den Kürzeren gegen die gute Defensive um Keeper Markus Bidner und der AH-Leihgabe Markus Härtnagel. Die Entscheidung leitete schließlich Özdemir per Freistoß ein, als er den Ball für Blankenship servierte und dieser per Kopf zum 4:1 traf (75.). Danach hätte der nimmermüde Blankenship seine tolle Leistung beinahe noch mit dem dritten Treffer gekrönt, scheiterte aber frei vor Daut am Pfosten.

FSV Stadeln II - DJK Falke

Der DJK Falke (in rot) fehlte es in Stadeln an Durchschlagskraft. Die gut aufgelegte FSV-Defensive ließ nur wenige Chancen wie hier zu und Keeper Florian Gömmel durfte ein "zu Null" feiern.
Foto: Brunner

Nach dem 0:0 zum Rückrundenauftakt gegen die SG 83 Nürnberg-Fürth II peilte der FSV Stadeln II im zweiten Heimspiel nacheinander einen Dreier an und setzte das Vorhaben durch das 1:0 über die DJK Falke auch um. Das Hinspiel ging – damals auch unter dem Eindruck des schockierenden Unfalltods von Matthias Gremer – noch mit 1:4 verloren. Es entwickelte sich am Stadelner Waldsportplatz ein zerfahrenes Spiel, in dem die Gäste gleich zu Beginn eine Riesenchance hatten. Julian Klose legte quer auf Christian List, der mit einer fulminanten Direktabnahme aus acht Metern FSV-Keeper Florian Gömmel förmlich „abschoss“. Nach einer fünfminütigen Behandlungspause – Gömmel hatte den Ball voll auf die Nase bekommen – ging es weiter. Keiner Mannschaft gelang es klare Angriffsaktionen aufzubauen. So fiel die Führung bezeichnenderweise nach einem Fehlpass. FSV-Goalgetter Philipp Schäuble spritzte in einen ungenauen Querpass und vollendete nach einem schönen Solo überlegt zu seinem 7. Saisontreffer. Direkt nach dem Wechsel setzte wieder die DJK Falke das erste Ausrufezeichen. Nach einem Eckball konnten die Stadelner in höchster Not dreimal auf der Linie klären. Im direkten Gegenzug hätte Erhan Coskun für die Vorentscheidung sorgen können, doch nach einem Alleingang fand er in DJK-Keeper Marius Steger seinen Meister. Die Gäste versuchten nun zum Ausgleich zu kommen, zwingende Aktionen blieben allerdings aus. Als nach Lukas Brunner auch noch Andreas Klostermeier verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, stand der FSV plötzlich ohne seine beiden „Köpfe“ da. Doch die Truppe zeigte sich durch die letzten Erfolge gestärkt selbstbewusst und hielt weiter dagegen. Fuat Kolukisaoglu übernahm die Liberorolle und hielt seine Abwehr zusammen. Vorne hatte Martin Sülzen zweimal die Gelegenheit, bei Kontern die Entscheidung herbeizuführen, er zögerte aber jeweils zu lange. So blieb es bis zum Schluss spannend. Der FSV ließ jedoch nichts mehr zu und siegte so insgesamt verdient mit 1:0.

Tuspo Nürnberg - ASV Fürth II

Mit diesem Treffer zum 2:0 sorgte Tim Kett (in schwarz) bereits für die Vorentscheidung. Der ASV Fürth II kam danach nicht mehr ins Spiel zurück.
Foto: Gillert

Im Kellerduell behielt Tuspo Nürnberg gegen den ASV Fürth II am Ende verdient mit 3:0 die Oberhand. Der ASV hatte in der Trickkiste gewühlt und begann ungewohnt forsch. Tuspo schien überrascht und ließ sich zunächst den Schneid abkaufen. Nach und nach kam die Völker-Elf aber besser in das zerfahrene Spiel. Doch ein bisschen Glück gehörte am Sonntagnachmittag auch dazu, denn ein Doppelschlag kurz vor der Pause brachte bereits eine Vorentscheidung. Erst traf Danny Konrad in der 43. Minute zum 1:0, ehe Tim Kett nur zwei Minuten später das 2:0 nachlegte. In der zweiten Hälfte plätscherte die Partie dann vor sich hin, wobei sich der Tuspo ein optisches Übergewicht erspielte. Alil Bolat entschied die Partie in der 78. Minute dann endgültig. Damit sprang der Tuspo aufgrund des besseren Torverhältnisses wieder auf einen Nichtabstiegsrang.

Tuspo Nürnberg - ASV Fürth II

Anatoli Sanosin (Nr. 10) brachte diesen Ball nicht im Tor unter. Und dies war nur eine von mehreren Chancen, die Tuspo liegenließ.
Foto: Gillert

Zwischen dem TSV Altenfurt und der SG 83 Nürnberg-Fürth II kam es zu einem torlosen Unentschieden. Die SG agierte zu Beginn mit viel Schwung und Altenfurt tat sich schwer klare Aktionen zu setzen, weshalb in den ersten 20 Minuten keine Torchancen zu verzeichnen waren. Erst in der 22. Minute setzte Patrick Berndt einen ersten Warnschuss, doch SG-Keeper Bauer konnte den Ball nach anfänglichen Problemen parieren. In der Folge kam der TSV besser in die Begegnung, doch vor dem Tor herrschte auf beiden Seiten weiterhin Flaute. In der 41. Minute fasste sich SG-Routinier Michael Nißler ein Herz und prüfte TSV-Torhüter Lukas Gehle mit einem Distanzschuss, den der Keeper entschärfen konnte. Kurz vor dem Wechsel war es Volkan Hür, der mit einem Kopfball den TSV-Zerberus zu einem tollen Reflex zwang. Zu Beginn der zweiten Hälfte spielte der TSV druckvoll nach vorne und Youngster Yannic Pfefferlein tauchte zwei Mal allein vor Bauer auf, brachte den Ball aber nicht über die Linie. In der 68. Minute war es wieder Nißler, der diesmal per Freistoß aus 19 Metern zu genau zielte und den Ball ans Lattenkreuz hämmerte. Ein Tor glückte letztlich aber keiner Mannschaft, so dass es letztendlich beim verdienten, torlosen Remis blieb. Damit schloss die SG an Unentschieden zum FSV Stadeln II auf, der ebenfalls bereits deren acht auf dem Konto hat.