Laufamholz beendete 88er-Serie

Primus Oberasbach siegt knapp / Fischbach wieder Dritter / Rückschlag für Wacker

Mit einem blauen Auge kam die DJK Oberasbach davon und war mit ihrem 1:0-Sieg in Eibach der Gewinner des Spieltages. Denn der TB Johannis 88 musste sich nach sechs Siegen in Serie nun in Laufamholz mit einem 1:1 zufrieden geben, während der ASV Buchenbühl zu Hause gegen Gostenhof komplett leer ausging (2:4). Der TSV Fischbach überwintert durch seinen 6:2-Sieg bei Anadoluspor auf Rang drei. Im Tabellenkeller feierte die SG Quelle Fürth II ihren ersten Saisonsieg mit 2:0 gegen den SV Wacker. Nach unten schauen muss auch der FC Kalchreuth II nach seinem 0:3 im Heimspiel gegen Boxdorf.

Bereits am Samstag beendete Spitzenreiter DJK Oberasbach mit einem hauchdünnen 1:0-Erfolg bei der DJK Eibach II sein Fußballjahr 2011 erfolgreich. Es waren die Mannen von Trainer Erik Haaf, welche in den ersten 30 Minuten das Spiel beherrschten, ohne sich allerdings große Torchancen zu erarbeiten. Vor der Pause wurde Eibach stärker und es waren Benny Wießler und Thomas Lup, die sich jeweils nach feinem Zuspiel von Martin Hübner im Auslassen von Großchancen übertrafen. Nach der Halbzeit wogte das Spiel lange hin und her und so waren es die Oberasbacher, die in Person von Tony Keene, welcher vom Strafraum in der 60. Minute abzog, in Führung gingen. Der Ball sprang so unglücklich über die Hände des aufnahmebereiten Fabian Saam auf und zum 0:1 ins Tor. Doch die Eibacher gaben sich nicht geschlagen und wieder war es der unglücklich agierende Thomas Lup, der nach einem abgewehrten Schuss aus fünf Metern die nächste Großchance liegen ließ. Als dann der gut leitende Referee Hermann Hempel kurz vor Schluss ein umstrittenes Tackling an Thomas Lup nicht ahndete, blieb es beim glücklichen Sieg der Oberasbacher. Wie sagte der Coach des Tabellenführers im Anschluss: "Wenn du oben stehst, gewinnst du solche Spiele."

Eibach II - Oberasbach 0:1

Zwar gewagt, aber wohl doch regelkonform war das Tackling, das Eibachs Thomas Lup (in rot) zu Fall brachte.
Foto: fussballn.de

Dagegen musste Hauptkonkurrent TB Johannis 88 tags darauf in Laufamholz Federn lassen. Eine Woche nach dem 2:1-Erfolg in Fischbach verpasste der SV Laufamholz beim 1:1 im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten nur um Haaresbreite die nächste Überraschung. In einer ansehnlichen Partie begegneten die Hausherren dem Titelaspiranten stets auf Augenhöhe und gingen im zweiten Durchgang durch den - für den verletzt ausgeschiedenen Sebastian Roppelt - eingewechselten Maik Albrecht mit 1:0 in Führung. Als die Johanniser um ihren umtriebigen Spielmacher Yavuz Akpinar in der 68. Minute per Abstauber von Manuel Muscat nach einem hohen Ball zum 1:1 ausgleichen konnten, hielt Laufamholz weiter dagegen. In der Schlussphase vergaben Giulio Albano, Maik Albrecht und Sven Albrecht nach jeweils toll herausgespielten Möglichkeiten gar den Sieg für den Kreisklassen-Aufsteiger.

Laufamholz - Johannis 88 1:1

Yavuz Akpinar (in rot) gelang zwar noch der Ausgleichstreffer für den TB Johannis 88, zu mehr reichte es beim SV Laufamholz (in weiß: Kenan Calhan) aber nicht.
Foto: Staiger

Der TSV Fischbach zeigte sich von der Heimniederlage gegen Laufamholz gut erholt und bot gegen beim zuletzt zweimal siegreichen Anadoluspor wieder sein gewohnt gutes und aggressives Spiel, siegte mit 6:2 und holte sich Rang drei zurück. Von Beginn an setzte Fischbach Anadoluspor unter Druck und ging durch einen Doppelschlag von Spielmacher Tobias Fink in der 10. und 13. Minute mit 2:0 in Führung. Auch durch den Anschlusstreffer in der 15. Minute durch Sakanci ließen sich die Gäste nicht aus der Fassung bringen. Im Gegenteil, in der Folge scheiterte zunächst André Horn mit einem Pfostenknaller aus acht Metern, sowie Phillip Reif mit einem gefühlvollen Heber aus 25 Metern an der Latte. Mit einem tollen Schuss aus 14 Metern halbrechts genau in den Winkel gelang Horn dann das 1:3, und wenig später überwand Sandor Senne den Torwart mit einem Heber aus zwölf Metern. Der 4:1-Pausenstand war hochverdient, für eine hervorragend auftrumpfende Gäste Elf. In der zweiten Hälfte zunächst das gleiche Bild: Fischbach machte mächtig Druck und hatte durch Sven Heyn sowie Alex Bringmann zunächst zwei klare Chancen, das Ergebnis weiter auszubauen. Kurzzeitig kam noch einmal der Hauch von Hoffnung für die Gasgeber auf, nachdem Libero Adem Aktas einen von Christian Siegmund verschuldeten Handelfmeter fulminant unter die Latte drosch. Der TSV zeigte sich jedoch nicht beeindruckt und hatte durch einen weiteren Pfostenschuss von Reif, sowie durch Sandor Senne die nächsten klaren Möglichkeiten. Es dauerte jedoch bis zur 75.Minute, ehe Senne nach einer herrlichen Ballstafette über Fink und Bringmann alleine vor dem Torwart auftauchte, diesen umspielte und zum 2:5 einschob. Bereits zwei Minuten später war es wiederum Senne, der nach einem Konter über Jan Schütze und Fink dem Torwart der Gastgeber mit einem Schuss ins lange Eck, mit seinem dritten Tor in diesem Spiel, keine Abwehrchance ließ.

Anadoluspor - Fischbach 2:6

Tobias Fink (in blau) brachte den TSV Fischbach mit seinem Doppelpack auf Kurs. Hier erzielte er den Führungstreffer beim 6:2-Sieg bei Anadoluspor.
Foto: R. Hertrich

Dass die Fischbacher nun wieder auf Rangt drei notiert sind, lag auch an der 2:4-Heimniederlage des ASV Buchenbühl gegen den Türkischen SV Gostenhof. Dabei reichte die Treffsicherheit von Routinier Harald Lahner für die Buchenbühler nicht aus. Bereits nach zehn Minuten brachte der Torjäger den ASV auf Kurs, doch in der Folge steigerten sich die Gäste und drehten die Partie noch vor der Pause. Im Zehn-Minuten-Takt trafen Yasin Kececioglu (25.), Ramazan Bilici (35.) und Torsten Wuttke (45.) zur 3:1-Halbzeitführung der Ayan-Elf. Buchenbühl hatte sich für den zweiten Durchgang einiges vorgenommen und schaffte durch Lahner prompt den Anschluss. Doch in der Folge verstanden die Gastgeber aus ihrer Überlegenheit gegen clever spielende Gäste Kapital zu schlagen. Ein Konter, abgeschlossen durch Wuttke, sorgte schließlich für die Entscheidung kurz vor Spielende.

DJK Bayern - SpVgg Nürnberg 1:1

Mit einem leistungsgerechten 1:1-Remis verabschiedeten sich die DJK Bayern (in schwarz) und die SpVgg Nürnberg in die Winterpause.
Foto: Cakmak

In einem fairen Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften trennte sich die DJK Bayern von der SpVgg Nürnberg mit einem 1:1-Unentschieden. Die DJK Bayern musste in der Startformation auf den in der Vorwoche schwer verletzten Andy Werner (Kreuzbandriss) und auf den wegen Grippe geschwächten Spielertrainer Marco Seinil verzichten, auch die SpVgg hatte fünf verletzte Stammkräfte zu ersetzen. In der ersten Hälfte war es ein Spiel mit wenigen Möglichkeiten auf beiden Seiten, wobei die Gäste die besseren Chancen besaßen, beide Torhüter aber die sich bietenden Chancen sicher verhinderten. Der vielleicht in manchen Szenen etwas kleinlich, aber trotzdem souveräne Schiedsrichter hatte wenig Mühe das Spiel zu leiten. So ging es mit dem 0:0 in die Halbzeitpause. Nach Wiederanpfiff merkte man beiden Mannschaften an, dass sie den zahlreichen Zuschauern etwas bieten wollten, es ergaben sich auf beiden Seiten die Möglichkeit in Führung zu gehen. Die größte Chance hatte Proctor, als er nach einem langen Ball frei vor Fetcu im Kasten der SpVgg auftauchte, aber den Ball auch über die Querlatte lupfte. In dieser Phase des Spiels hatte man den Eindruck, die Mannschaft, die das erste Tor schießen würde, sollte auch das Spiel gewinnen. Für den ersten Torerfolg der Gäste sorgte der eingewechselte Scandariato nach Zuspiel von Neidenbach in der 75. Minute. Doch die DJK Bayern wusste auf diese Führung nur eine Minute später zu antworten, indem George Russell mit einem Kopfball aus kurzer Distanz ausglich. Beide Mannschaften hatten in der restlichen Spielzeit keine nennenswerten Chancen das Spiel noch zu entscheiden und so trennte man sich am Ende leistungsgerecht mit 1:1 und geht nunmehr in die wohlverdiente Winterpause.

Kalchreuth II - Boxdorf

Durchgesetzt: Der ASC Boxdorf gelang die Revanche im Rückspiel beim FC Kalchreuth II und kann nach dem 3:0-Sieg beruhigt in die Winterpause gehen.
Foto: Heidi Huber

Derweil schlittert der FC Kalchreuth II weiter in Richtung Abstiegsplätze. Im Nordderby gegen den ASC Boxdorf unterlag die Dörsch-Elf mit 0:3. Dabei fanden die Hausherren gut ins Spiel, standen in den ersten 30 Minuten recht sicher in der Defensive und konnten sich zwei gute Tormöglichkeiten erarbeiten. Zuerst war es Youngster Stefan Braun, der nach 15 Minuten stramm abzog, den Ball konnte ASV-Keeper Lindner jedoch zur Ecke klären. Kurz darauf war es dann Abwehrspieler Daniel Meisel, der nach einem Eckball per Kopf zur Stelle war. Den platzierten Kopfball konnte jedoch ein ASC-Spieler gerade noch auf der Linie klären. Nach rund 35 Minuten folgte dann der erste Aussetzer in der FCK-Defensive. Nachdem sich Boxdorfs Marco Nerreter am rechten Flügel durchgesetzt hatte, war in der Mitte Michael Gruber zur Stelle und konnte völlig ungedeckt zur 1:0-Führung für den ASC einnetzen. Der FCK zeigte sich von diesem Gegentor regelrecht geschockt und fand bis zur Halbzeitpause keine Ordnung mehr in seinem Spiel. Nerreter sorgte in der 41. Minute für das 2:0. Mit dem Pausenpfiff fiel die Vorentscheidung. Ein Boxdorfer wurde im Strafraum gefoult und den fälligen Elfmeter verwandelte Gruber zum 3:0. Der FCK versuchte in der zweiten Hälfte nochmal den Anschluss herzustellen, konnte sich aber nur wenig zwingende Tormöglichkeiten herausspielen. Im Gegenzug verpasse es der ASC Boxdorf die nun entstehenden Räume effektiv zu nutzen und vergab einige gute Chancen, das Ergebnis noch weiter in die Höhe zu schrauben. So stehen die Kalchreuther vor dem Nachholspiel gegen Anadoluspor in der Pflicht, um die Abstiegsränge auf Distanz zu halten.

Quelle II - Wacker 2:0

Da half alles Ziehen und Strecken nichts: Der SV Wacker unterlag der bislang siegelosen SG Quelle Fürth am Ende mit 0:2 und verpasste somit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze.
Foto: C. Günther

Der erhoffte Aufwärtstrend des SV Wacker nach dem Derbysieg gegen Eibach fand beim bislang sieglosen Schlusslicht SG Quelle Fürth II gleich wieder ein Ende. Die Fürther boten eine ordentliche Leistung und belohnten sich nach der Pause dafür. Zunächst erzielte Patrick Worst die Führung in der 55. Minute, ehe unmittelbar vor dem Ende Johannes Burzer den 2:0-Endstand markierte und zumindest für einen versöhnlichen Jahresabschluss bei der arg gebeutelten Quelle-Reserve sorgte.