Nur Johannis 88 patzte nicht

Oberasbach Remis gegen DJK Bayern / Fischbach unterliegt Laufamholz / SpVgg Nürnberg verliert bei Anadoluspor

Es war nicht der Tag der Spitzenteams in der Kreisklasse 4: Mit Ausnahme des TB Johannis 88, der sich zu einem 2:1-Sieg gegen Falkenheim mühte, gab es für die Top vier keine Siege. Die DJK Oberasbach verhinderte erst in der Nachspielzeit eine Niederlage gegen die DJK Bayern, der TSV Fischbach unterlag dem SV Laufamholz mit 1:2 und die SpVgg Nürnberg verlor mit demselben Ergebnis bei Anadoluspor. So genügte dem ASV Buchenbühl ein 1:0-Sieg gegen Quelle II, um auf Rang drei zu klettern. Der SV Wacker feierte den lang ersehnten Sieg im Derby gegen die DJK Eibach II (4:3).

Die DJK Oberasbach legte los wie die Feuerwehr und ließ den Gästen in den ersten 20 Minuten keine Sekunde zum Durchschnaufen. Die Gäste verteidigten nissig und bissig mit Mann und Maus und verhinderten so mit Glück und Geschick einen zu diesem Zeitpunkt absolut verdienten Führungstreffer der Hausherren. Diese ließen sich durch das robuste Zweikampfverhalten der Gäste dann merklich aus dem Konzept bringen und somit verflachte das Spiel und verkam dann immer mehr zu einem "Grottenkick". Als niemand mehr damit gerechnet hatte, besorgte Keene mit einem tollen Schlenzer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 1:0 für Oberasbach. Wer nun meinte, dies sollte dem Tabellenführer Sicherheit für die zweiten 45 Minuten geben, sah sich mehr als getäuscht. Das Spielniveau sank noch tiefer und war einer Kreisklasse absolut unwürdig. Die Geschehnisse auf dem Platz inspirierten offensichtlich Referee Kölüm dermaßen, so dass dieser schlichtweg seinen Pfiff der Leistung der 22 traurigen Protagonisten anpasste. In der 55. Minute gelang dann den Gästen der Ausgleich. Ein Freistoß aus gut 30 Metern wurde abgefälscht und prallte wie eine Billardkugel mehrfach im Strafraum hin und her, bis das Spielgerät schließlich vor den Füßen von Russell landete, der dankbar zum 1:1 einschob. In der 65. Minute verletzte sich Gäste-Spieler Werner nach einem Foulspiel von Zucker so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. An dieser Stelle wünscht die DJK Oberasbach dem Spieler Werner gute Besserung und baldige Genesung!

Oberasbach - DJK Bayern 2:2

Eine bittere Pille war für die DJK Bayern die schwere Verletzung von Andy Werner, der nach einem groben Foulspiel verletzt vom Platz musste.
Foto: Kohl

Zucker wurde von Referee Kölüm mit Rot vom Platz gestellt und das Spiel nach mehrminütiger Unterbrechung fortgesetzt. In der 85. Minute erzielte Seinil, zwar aus Abseitspoition heraus, den nicht unverdienten Führungstreffer für die Gäste, als er einen Alleingang humorlos ins kurze Eck hämmerte. Die Gastgeber versuchten daraufhin mit allen Mitteln vor das Tor der DJK Bayern zu gelangen und brachten auch das Kunststück fertig, den Ball aus zwei Metern nicht über die Linie zu drücken. In der 88. Minute handelte sich Gast völlig überflüssig noch die Gelb-Rote Karte ein und machte es seinem Team somit noch schwerer, den Rückstand auszugleichen. Dennoch gelang den neun verbliebenen Oberasbachern das 2:2 in der letzten Sekunde der Nachspielzeit. Penz schlenzte das Leder über Keeper Lößel hinweg ins lange Eck und bewahrte somit seine Farben vor der ersten Saisonniederlage, wobei die Gäste vehement auf Abseits reklamierten.

Johannis 88 - Falkenheim 2:1

Yavuz Akpinar (in blau) war wieder der Antreiber im Mittelfeld des TB Johannis 88, der sich mit dem 2:1-Sieg gegen Falkenheim oben festsetzt.
Foto: Staiger

Zum letzten Heimspiel in diesem Jahr empfing der Turnerbund Johannis 1888 den TSV Falkenheim und behielt mit einem 2:1 seine „weiße Weste“ und sicherte sich so den achten Sieg im achten Heimspiel. Wie gewohnt starteten die Hausherren druckvoll in die Partie und konnten sich erste gute Möglichkeiten erarbeiten. Nach 13 Minuten wurde Patrick Stehle im 16-Meter-Raum freigespielt und kam nach geschickter Drehung um den Abwehrspieler frei zum Schuss, den der Torwart der Falkenheimer jedoch gerade noch abwehren konnte. Bereits zwei Minuten später folgte dann die verdiente Führung für den Turnerbund. Wiederum war es Patrick Stehle, der über die linke Seite den Ball flach in den 16er spielte. Yavuz Akpinar konnte den Ball sauber annehmen, wurde am Abschluss jedoch regelwidrig gehindert. Den fälligen Elfmeter verwandelte Akpinar selbst, gewohnt sicher, zur 1:0-Führung für die Schnepfenreuther. Trotz der spielerischen Überlegenheit agierten die 88er nach der Führung zunehmend unkonzentriert: So konnte Manuel Muscat einen Distanzschuss der Falkenheimer in letzte Sekunde zunächst noch blockieren. In der 25. Minute folgte dann der Ausgleich für Falkenheim. Nach undurchsichtiger Situation im Strafraum tauchte Beer aus abseitsverdächtiger Situation frei vor Torwart Volkert auf und konnte ohne Mühe zum Ausgleich einschieben. In der Folgezeit versuchten die Spieler von Kurt Heininger das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Trotz dieser Bemühungen konnten allerdings keine nennenswerten Akzente in der regulären Spielzeit der ersten Halbzeit mehr gesetzt werden. Lediglich ein direkt getretener Freistoß von Akpinar aus halbrechter Position sorgte noch für Gefahr, den der gute Torwart Banasik gerade noch von der Linie kratzte. Die Führung für die Schnepfenreuther kam dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Der agile Stehle erkämpfte sich den Ball an der Ecke des Strafraums und setzte zum Schuss an, den ein Abwehrspieler von Falkenheim unglücklich abfälschte und so dem eigenen Torwart keine Chance ließ.

Johannis 88 - Falkenheim 2:1

Der TB Johannis 88 hatte ganz schön zu kämpfen gegen die zuletzt auf den Ausgleich drängenden Falkenheimer.
Foto: Staiger

Nach der Pause zunächst eine Reihe von Chancen für die 88er: Zunächst scheiterte Muscat bei seinem strammen Schuss am TSV-Torwart. Auch Akpinar und Maar konnten freistehend vor Banasik den Ball nicht im Gehäuse unterbringen (56., 60., 62.). Angetrieben von der mangelhaften Chancenauswertung der 88er kamen die Gäste nun immer besser ins Spiel und drängten auf den Ausgleich. Ein strammer Schuss von Beer lenkte Markus Volkert gerade noch zur Ecke ab. Einen weiteren Schuss von Steinbach aus kurzer Distanz parierte Volkert mustergültig; ebenso einen Schuss von Trötsch, den er an den Pfosten lenken konnte. Der Druck des TSV Falkenheim erreichte seinen Höhepunkt, als Lukas Zächelein in der 81. Minute wegen groben Foulspiels des Platzes verwiesen wurde. In der 88. Minute folgte dann die größte Chance für Falkenheim. Wiederum ein wuchtiger Distanzschuss von Eckstein landete lediglich am Pfosten und konnte im Anschluss von Johannes Wahl in höchster Not geklärt werden. Die 88er konnte die Führung über die Zeit retten und so einen weiteren wichtigen Sieg im Aufstiegskampf einfahren.

Fischbach - Laufamholz 1:2

Mit einer konzentrierten Leistung verdiente sich der SV Laufamholz (in weiß) den 2:1-Auswärtssieg in Fischbach.
Foto: R. Hertrich

Einen Rückschlag gab es dagegen für den TSV Fischbach durch eine verdiente 1:2-Heimniederlage gegen den SV Laufamholz. Die Gäste aus Laufamholz erwischten den besseren Start und stellten die Abwehr des TSV vor einige Probleme. Bereits nach fünf Minuten gab es die erste Chance für die Gäste. Eine Flanke von Sebastian Roppelt nahm Mattias Maaß aus fünf Metern volley, doch TSV-Keeper Hassfürther war zur Stelle und konnte klären. Die Gastgeber kamen zu keiner Zeit zu ihrem Spiel und glänzten nur durch eine Vielzahl von Fehlpässen. Nach 15 Minuten folgte die nächste Chance für die Gäste. Sven Albrecht ließ Libero Schmid im Strafraum alt aussehen und Hassfürther konnte den Schuss ins kurze Eck mit Mühe abwehren. Bei zwei weiteren Großchancen traf Roppelt in der 21. Minute nur die Querlatte und anschließend ging ein Schuss von Sven Albrecht denkbar knapp am langen Eck vorbei. Nach einer halben Stunde folgte die erste und einzige Chance der Gastgeber in Hälfte eins. Nach einer Flanke von Sandor Senne stand Tobias Fink am Fünf-Meter-Raum völlig frei, aber sein Kopfball ging am Gehäuse von Torwart Oldie Karlheinz Filip vorbei. In der 32. Minute ereignete sich dann die überfällige Gästeführung. Nach einem schnellen Konter ließ Roppelt Torhüter Hassfürther ins Leere laufen und schoss aus zwölf Metern überlegt ins lange Eck ein. Kurz vor der Halbzeit kam Phillip Reif nach einem Heber von Fink einen Schritt zu spät, und im Gegenzug köpfte Sven Albrecht aus sieben Metern knapp am Tor vorbei. In der 57. Minute dann die Schlüsselszene des Spieles: Nachdem Sven Heyn bereits in der ersten Hälfte wegen eines Foulspiels die Gelbe Karte sah, erhielt er vom Unparteiischen die Gelb-Rote Karte wegen Reklamierens. Nachdem Fink in der 67. Minute Torwart Filip zu einer Glanzparade zwang, scheiterte Sven Albrecht auf der Gegenseite mit einem 30-Meter-Schuss an der Latte des TSV-Gehäuses. In der 72. Minute wurde ein Abseitstor der Gäste zurecht nicht gegeben, aber fünf Minuten später dann doch das 0:2: Gegen die aufgerückte Abwehr der Gastgeber wurde Matthias Maaß mit einem langen Ball bedient, und dieser lupfte den Ball an Hassfürther vorbei ins Eck. Danach bemühte sich der TSV um den Anschlusstreffer, doch das Fischbacher Spiel wirkte in dieser Phase verkrampft und ohne System. Dennoch kamen Sie zweimal durch Reif zu guten Chancen, aber erst ging ein Heber aus 16 Metern am Tor vorbei, und dann wurde sein Schuss aus sechs Metern von der vielbeinigen Abwehr abgeblockt. In der 89. Minute kam dann doch noch der Anschlusstreffer. Nach einem klugen Querpass von Libero Schmid hatte André Horn keine Mühe, den Ball aus zwölf Metern ins lange Eck zu setzen. Nachdem in der Nachspielzeit Schmid die große Chance zum Ausgleich vergeben hatte, musste Stefan Birngruber ebenfalls wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Feld. Die letzten beiden Nachspielminuten wollten es die Gastgeber mit der Brechstange versuchen, scheiterten aber mehrmals am sichern Torwart-Oldie Filip.

Fischbach - Laufamholz 1:2

SVL-Torwart-Oldie Karlheinz Filip stellte einmal mehr seine Klasse zwischen den Pfosten unter Beweis und ließ den Laufamholzer Sieg nicht mehr in Gefahr geraten.
Foto: R. Hertrich

Indiskutabel war die Leistung der SpVgg Nürnberg, die zu einer 1:2-Niederlage bei Anadoluspor Fürth führte. Auf den ganz schlechten Platzverhältnissen am Schießanger bot die Diehm-Elf ihre schlechteste Saisonleistung und wirkte ängstlich und konzeptlos. Dennoch hatte die SpVgg zunächst die Großchance zur Führung, als Gövert für Marcino auflegte, dieser aber die Möglichkeite liegen ließ. Im Gegenzug war es dann Konal, der nach 18 Minuten die Hausherren in Führung schoss. Anadolu präsentierte sich hochmotiviert und kam durch Rothmeier zur 2:0-Führung (34.). Dass es zur Pause dabei blieb, lag auch daran, dass Torjäger Pirkwieser nach einem Solo den Ball nicht im Tor unterbrachte. Mit drei Umstellungen versuchten die Gäste nun mehr Druck aufzubauen und kamen durch Pirkwieser recht bald zum Anschlusstreffer. Danach sollte der SpVgg trotz Vorteilen im Ballbeseitz nichts mehr gelingen. Die Türken präsentierten sich als kämpferisch starke Einheit und verdienten sich unterm Strich den Sieg in einer schwachen Partie.

Buchenbühl - Quelle II 1:0

Durch den 1:0-Sieg gegen die SG Quelle Fürth (in blau) gelang dem ASV Buchenbühl der Sprung auf Rang drei.
Foto: fussballn.de

Alles andere als berauschend war auch der Auftritt des ASV Buchenbühl im Heimspiel gegen die SG Quelle Fürth II. Aber immerhin stand am Ende der nächste Dreier auf der Habenseite der Taft-Elf. Zunächst scheiterte Routinier Harald Lahner per Strafstoß an Quelle-Aushilfskeeper Burzer, so dass es torlos in die Pause ging. Nach einer Stunde konnte Lahner seinen Fehlschuss aber korrigieren und traf zur Führung für den ASV. Trotz Unterzahl steckte die Quelle nicht auf und kam zu vereinzelten Chancen, so dass die Begegnung zumindest von der Spannung lebte. Die Buchenbühler vergaben ihrerseits mehrmals die Vorentscheidung und durften am Ende doch mit dem Resultat zufrieden sein.

Gostenhof - Boxdorf 1:4

Nichts wurde es mit der Revanche des Türkischen SV Gostenhof (in rot-schwarz) für die Hinspielpleite: Auch am Fuchsloch hieß der Sieger ASC Boxdorf.
Foto: fussballn.de

Wieder nichts zu holen gab es für den Türkischen SV Gostenhof im Rückspiel gegen den ASC Boxdorf. Die Gäste begannen konzentriert und gingen schnell durch Torjäger André Krasse in Führung. Als Krasse dann noch das 0:2 durch einen herrlichen Freistoß aus ca. 30 Metern folgen ließ, schien alles seinen Gang zu nehmen. Doch die ersatzgeschwächte Gostenhofer Mannschaft - Meral, Ayan, Erdem, Dülgerogullari fehlten -  kam nochmal durch Güvenc Baran in der 44. Minute zum Anschlusstor. Nach der Pause kam etwas mehr von Gostenhof, aber zwei Großchancen der Hausherren parierte ASC-Keeper Keilholz prächtig. Dann war wieder Boxdorf am Drücker und erhöhte durch Weiß auf 3:1 (66.), ehe Michael Gruber in den Schlussminuten per Foulelfmeter zum verdienten 4:1-Endstand traf.

Während die Boxdorfer im Mittelfeld den Abstand zum Tabellenkeller wahrt, gibt es beim SV Wacker nach dem 4:3-Derbysieg über die DJK Eibach II wieder neue Hoffnung.