Deutschland ringt starke Russen nieder
Geschrieben von: Marco Galuska
Halle wird präsentiert von PS:Akademie Nürnberg
ISN-Cup 2012, Play-Off-Runde: Ghana, Tschechien und Kroatien qualifiziert
Durch die Erweiterung des Teilnehmerfeldes auf 20 Nationen für das Finalturnier wurden nach Abschluss der Qualifikation noch einmal vier Startplätze frei. In vier Play-Off-Spielen ging es darum, die letzte Chance zum Berliner Platz zu nutzen: Ghana konnte sich mit 5:1 gegen Libanon durchsetzen. Kroatien drehte einen 0:2-Rückstand noch in einen 5:3-Sieg über Peru. Einen 0:2-Rückstand hatte auch Deutschland gegen Russland aufzuholen und schaffte es letztlich doch noch 3:2 zu gewinnen. In einem Mitternachtskrimi konnten sich schließlich die Tschechen gegen den Iran mit 4:2 durchsetzen.

Nach dem Einzug in die Finalrunde feierte das sympathsiche Team aus Ghana ausgelassen.
Foto: fussballn.de
Die Qualifikation ist beendet - vier Nationen konnten noch auf den letzten Zug zum Berliner Platz in Nürnberg aufspringen: Ghana, Deutschland, Kroatien und Tschechien heißen die Sieger der Play-Offs! Am späten Sonntagabend boten die vier Play-Off-Spiele in der gut besuchten Soccer Plaza attraktive und zumeist spannende Partien. Relativ mühelos konnte zu Beginn Ghana sich durch einen 5:1-Sieg über Libanon qualifizieren. Angeführt vom herausragenden Asmiou Ayewa - der Stürmer von Al-Nasr Dubai traf alleine vierfach - stellten die Afrikaner schnell die Weichen auf Sieg. Die Libanesen gaben sich zu keiner Zeit auf und vertraten ihre Farben sehr achtbar. Am Ende durfte aber Team Ghana Freudentänze zum Weiterkommen aufführen.

Die Matchwinner bei den Afrikanern: Kader Atakora (links) traf einmal, Asmiou Ayewa schlug gleich viermal zu und ebnete so den Weg zum Finalturnier.
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Schon spannender wurde es in der Partie zwischen Kroatien und Peru. Dabei sollte den Peruaner letztlich zum Verhängnis werden, dass sie nur einen Ersatzspieler aufbieten konnten und am Ende die Kraftreserven fehlten. Dennoch sah es lange Zeit gut aus für die Südamerikaner. Kapitän Frank Pistori erhöhte kurz nach der Halbzeit nach einem Freistoß auf 2:0, doch im Verlaufe der zweiten zwölf Minuten erspielten sich die Kroaten doch noch den ersehnten Sieg. Die Routiniers Nikola Matisic und Kristijan Trusk sorgten mit jeweils einem Doppelpack für ein erfolgreiches Ende aus Sicht Kroatiens.

Viel Geduld brauchten die Kroaten, um am Ende doch noch gegen Peru zu siegen.
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Das Highlight des Abends war zweifelsohne das Aufeinandertreffen zwischen Deutschland und Russland. In einer Partie auf exzellentem Hallenniveau erwischten die Russen um Kapitän Eugen Probst klar den besseren Start. Friedrich Lieder gelang die schnelle Führung gegen das von Harald Gerstner und Dieter Rebel neu zusammengestellte Team. Der überragende Lieder erhöhte im ersten Durchgang gar auf 2:0 für die Russen und der bärenstarke Probst zauberte ebenfalls groß auf, scheiterte aber mit Großchancen mehrmals nur knapp am 3:0. Dies sollte sich rächen: Marco Wiedmann gelang der Anschlusstreffer und Deutschlands-Kapitän Dominik Räder der Ausgleich. Nach dem Seligenportener Doppelschlag sollte es schließlich Ansbachs Fabian Döllinger vorbehalten bleiben, den 3:2-Siegtreffer kurz vor dem Ende zu markieren. Hätte das russische Team die Leistung dieses Abends auch nur annähernd in der regulären Qualifikation gezeigt, Zweifel am Weiterkommen wären dann wohl nie entstanden.

Friedrich Lieder (links) drehte im Trikot der Russen groß auf und brachte Team Deutschland (in blau) in arge Bedrängnis.
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Eine lange Zeit umkämpfte Angelegenheit war auch der Vergleich zwischen Tschechien und Iran. Nach einem torlosen ersten Durchgang gingen die Tschechen durch Meyer in Front. Doch der einmal mehr vom lautstarken Anhang angefeuerte Iran konnte die Partie durch einen Doppelschlag von Mike Draghici drehen. Die Antwort der Tschechen, die ohne ihren im Trainingslager weilenden Kapitän Philip Snajder auskommen mussten, folgte prompt durch einen Doppelpack von Martin Vrzal. Sascha Morawietz machte mit dem 4:2 schließlich alles klar für Tschechien, auch weil der Iran am Ende beste Torchancen nicht zu nutzen wusste.

Lange Zeit umkämpft war die Partie zwischen Iran (in grün) und Tschechien - am Ende stand ein 4:2-Sieg für die Tschechen.
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Play-Off, Ergebnisse (Spielzeit 2x12 Minuten)
Ghana Libanon 5:1 (4:1) Kroatien Peru 5:3 (0:1) Deutschland Russland 3:2 (0:2) Tschechien Iran 4:2 (0:0)




