Jagd auf die Finaltickets

Halle wird präsentiert von PS:Akademie Nürnberg

ISN-Cup 2012: Vorrunden C und D am Wochenende / Finalturnier mit 20 Teams?

Halbzeit bei den Qualifikationsturnieren zum Indoor Soccer Nations Cup 2012: Acht Mannschaften haben bereits ihr Ticket für das Finalevent am Berliner Platz sicher in der Tasche, am kommenden Wochenende geht es in den Vorrundengruppen C (Samstag, ab 11 Uhr) und D (Sonntag, ab 11 Uhr) in der Schwabacher Soccer Plaza dann um die letzten vakanten Startplätze. Einen Hoffnungsschimmer gibt es derweil auch für die Fünftplatzierten der Quali-Gruppen.

Acht Nationen dürfen sich schon jetzt auf ihren Finalauftritt beim ISN-Cup 2012 freuen. In der ersten Qualifkationsgruppe am vergangenen Samstag konnte das Team Kosovo als Neustarter auf Rang eins stürmen, die Mannschaften aus Rumänien, USA und Griechenland nahmen dabei ebenfalls die Quali-Hürde mit Bravour. Titelverteidiger Türkei ließ am Sonntag nicht wirklick etwas (eine Niederlage) anbrennen. Dahinter konnten auch Italien, Serbien und Vietnam die Teilnahme beim Finalturnier am Berliner Platz sicherstellen.

Die ersten vier Plätze werden auch wieder das begehrte Ziel am kommenden Wochenende sein, wenn sich am Samstag ab 11 Uhr in der Gruppe C gleich sieben Nationen miteinander messen. Als Gruppenkopf geht das albanische Team um Petrit Djonbalic ins Rennen, schließlich holte man im Vorjahr einen starken dritten Rang und setzte spielerische Glanzpunkte. Allerdings haben die Albaner mit dem Team Kosovo "interne Konkurrenz" bekommen, so dass beispielsweise Edisan Berisha nun für die Kosovaren am Start ist. Nichtsdestotrotz nehmen die Skipetarier Kurs auf das Endturnier. Dorthin möchte auch das russische Team um Eugen Probst, 2011 konnte man sich bis ins Viertelfinale (0:1 gegen Bosnien) vorspielen. Dorthin kam auch das spanische Team und scheiterte damals am späteren Nationscup-Sieger Türkei (1:3). Nun nehmen die Iberer unter der Regie von Teamchef Eusebio Ortega mit einer blutjungen Truppe einen neuen Anlauf. Nicht über die Vorrunde kam bei der Premiere das tapfere algerische Team hinaus, das sich mit drei ISNC-Neulingen um die Finalplätze streiten könnte: Montenegro, Libanon und die Ukraine gehen erstmals an den Start und hoffen auf den Einzug in die Finalrunde. 

Team Espana

Ob das spanische Team wieder Grund zum Jubeln hat? Im Vorjahr zogen die Iberer immerhin in die Finalrunde ein und mussten sich erst den späteren Sieger Türkei mit 1:3 beugen.
Foto: fussballn.de

Am Sonntag schließt die Qualifikationsphase mit der Gruppe D. Dort ist ab 11 Uhr auch der letztjährige Halbfinalist Bosnien vertreten, der es mit einigen interessanten Konkurrenten zu tun bekommt. Das Team Polen von Achim Kokott überzeugte im Vorjahr mit einer tollen Mischung aus taktischem Geschick und fußballerischen Können und dürfte ein heißer Anwärter auf die vordersten Plätze sein. Aber auch Mazedonien könnte wieder eine gute Rolle spielen. 2011 gab sich am Finaltag gar Club-Legende Sasa Ciric die Ehre und trug sich mehrfach in die Torjägerliste ein. Etwas gut zu machen haben sicherlich die Kroaten, die bei der Premiere des ISN-Cups keine echte Rolle spielten und sich nun als Fußballnation zeigen möchten. Freuen darf man sich bestimmt wieder auf den Auftritt des Teams Iran, das die Veranstaltung sehr gewissenhaft angeht und zuletzt einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ. Neu dabei ist diesmal der Irak, der sich auch Hoffnung aufs Weiterkommen machen wird.

Gruppe C (Sa. 4.2., ab 11 Uhr)
Gruppe D (So. 5.2., ab 11 Uhr)
Albanien
Bosnien
Russland
Polen
Spanien
Mazedonien
Ukraine
Kroatien
Montenegro
Iran
Libanon
Irak
Algerien

So bleibt es spannend zu beobachten, wer sich in den beiden verbleibenden Gruppen auf die ersten vier Plätze einreiht und damit seinen Startplatz am Berliner Platz Anfang März sicher hat. Indes gibt es für die Fünftplatzierten der Qualifikationsgruppen womöglich noch einen kleinen Hoffnungsschimmer: "Wir haben im Vorjahr ein Finalturnier mit 20 Nationen gespielt und wollten dies prinzipiell auch beibehalten. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben wir vorab nur 16 definitive Startplätze zusichern können. Sofern sich das organisatorisch mit den Begebenheiten am Berliner Platz in Abstimmung mit den Verantwortlichen vereinbaren lässt, könnte es sein, dass wir idealerweise auf 20 Mannschaften aufstocken dürfen, denn generell wollen wir an diesem multikulturellen Sportevent so viele Nationen wie möglich teilhaben lassen. Denn das macht den Reiz der Veranstaltung aus", betont ISN-Cup-Chef Deniz Yavuz. So könnte sich also auch der fünfte Rang in der Qualifikation als Eintrittskarte zum Berliner Platz erweisen und dürfte gerade die Nationen auf den hinteren Plätzen anspornen; eine definitive Zusage, ob dieser "Hoffnungsrang" letztlich tatsächlich zum Endturnier berechtigt, wird es aber frühestens erst in der kommenden Woche geben können.

Die aktuellen Spielpläne der Qualifikationsgruppen C und D zum ISN-Cup 2012 finden Sie zum Download!

Alle Infos zum ISN-Cup gibt es auf fussballn.de oder der offiziellen Turnierseite zum Nachlesen!

Mit einem zweistelligen Kantersieg (10:0) startete Titelverteidiger Türkei gegen stark ersatzgeschwächte Tschechen, die noch vor Turnierbeginn eine Hiobsbotschaft verkraften mussten. Gleich drei Spieler waren in einen Autounfall verwickelt, wurden aber glücklicherweise nicht schwerer verletzt. Jedoch war bei den Dreien nicht mehr an eine Turnierteilnahme zu denken. Mit drei Treffern war Ugur Türker dabei der beste Torschütze des Spiels. Die Türken, die auf zahlreiche Kräfte der letztjährigen Siegermannschaft verzichten musste, waren sich nach dem gelungenen Auftakt wohl schon zu siegessicher, denn im zweiten Spiel setzte es gegen starke Serben eine 1:2-Pleite. Milenko Babic brachte den Außenseiter mit einem Doppelschlag in Führung und erst 30 Sekunden vor dem Ende konnte Ercin Cavus verkürzen, nachdem die von Saim Kök und Ahmet Dönmez gecoachte Truppe zweimal die Latte getroffen hatte. In Spiel drei besann sich der Titelträger auf seine Stärken und ließ Ghana beim 3:0 keine Chance, wobei sich der junge Wirbelwind Deniz Arici mit zwei Treffern in den Vordergrund spielte. Im mit Spannung erwarteten Vergleich mit Italien behielt man schließlich knapp mit 2:1 die Oberhand. Ugur Türker brachte die Türken in Führung, die Antonio Perri ausgleichen konnte. Doch Ercin Cavus war es, der mit seinem Treffer den Sieg perfekt machte. Im abschließenden Spiel gegen Vietnam hatte man dann leichtes Spiel, denn auch die Nguyen-Truppe hatte sich bereits qualifiziert und so wurde nicht mehr mit dem letzten Einsatz dagegengehalten. 7:0 hieß es am Ende für die Männer vom Bosporus und einmal mehr war es Deniz Arici, der dem Spiel seinen Stempel aufsetzte. Vier Tore gelangen dem kleinen Techniker und damit war er mit insgesamt acht Treffern bester Torschütze des Tages.
Dass es für die Türkei trotz der Niederlage gegen Serbien für Rang eins reichte, hatte man Italien zu verdanken. Die Truppe von Giovanni Selce, die mit Franceso Restino im Tor agierte, fand schnell ins Turnier und besiegte zunächst Ghana mit 5:1, ehe man ein 6:1 gegen Tschechien folgen ließ. Gegen Vietnam reichte es dann zu einem knappen 2:1. Die Italiener traten dabei als homogene Mannschaft auf, was sich auch bei den Torschützen zeigte. Auf nicht weniger als sieben Spieler verteilten sich die bis dahin erzielten Tore, wobei sich der Schwabacher Carmine De Biasi mit vier Einschüssen als am treffsichersten erwies. Nach der knappen 1:2-Niederlage gegen die Türkei kam es schließlich zum wohl spannendsten Spiel des Tages. Serbien, das bis dahin nach den Siegen gegen Vietnam (4:2), Türkei (2:1) und Tschechien (4:1) ungeschlagen war und nur einmal beim 2:2 gegen Ghana die Punkte teilen musste, hätte mit einem weiteren Dreier den Gruppensieg innegehabt. Zunächst lief auch alles im Sinne der Serben. Mileta Milovanovic und Mustafa Jasarevic schossen eine 2:0-Führung heraus, doch der wohl beste Spieler des Spiels, Paolo Rizzo, konnte den Anschluss herstellen. Schließlich war es Alberto Maric, mit fünf Toren bester Schütze der Serben, der den alten Abstand wiederherstellte. Doch Rizzo spielte sich in einen Rausch und konnte abermals verkürzen. Als dann Emanuele Romeo der Ausgleich gelang, hatten die Azzurri Oberwasser und wieder Rizzo war es vorbehalten mit seinem dritten Treffer in dieser Partie das Spiel endgültig zu drehen. Damit verhalf man gleichzeitig der Türkei zum Gruppensieg und die Italiener belohnten sich mit dem zweiten Rang, während den Serben statt des Platzes an der Sonne nur der dritte Platz blieb.
Hart umkämpft war auch das Duell um den vierten Platz, den sich schließlich die Männer aus dem Vietnam vor den Ghanaern sicherten. Nachdem beide Teams ihr erstes Spiel verloren, teilten sie sich im direkten Duell beim 1:1 die Punkte. Die Vietnamesen gingen durch ihren besten Torschützen Christian Sandner in Führung, ehe Emanuel Akoua ausgleichen konnte. Fast mit dem Schlusspfiff konnten sich der Vietnam bei seinem Torhüter Hans-Jürgen Salemi bedanken, dass es zumindest ein Punkt wurde. Denn die Ghanaer rannten mit drei Spielern auf ihn zu. Allerdings blieben sie zu unentschlossen, wer den Ball ins Tor befördern sollte und Salemi konnte im letzten Moment noch klären. Diese Szene sollte schlussendlich Folgen haben: Denn da der Vietnam gegen Tschechien mit 4:1 gewinnen konnte, mussten auch die Schützlinge von Babs, The Barber, gegen Philip Snajder und Co. einen Dreier einfahren. Doch Gerson „Nana“ Aboagye, der eigens aus dem Irak angereist war, und seine Mitstreiter unterlagen den Tschechen mit 1:3, wodurch die Vorrunde gleichzeitig die Endstation für Eric Baffour und Co. war. Trotzdem boten die Ghanaer eine gute Vorstellung und waren nicht nur aufgrund ihrer Tanzeinlagen ein Gewinn für den ISN-Cup 2012. Wäre der beste Torhüter gewählt worden, dann hätte sich Keeper Asmiou den Titel mehr als verdient gehabt.
Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass die drei Schiedsrichter Sven Laumer, Sven Bode und Andreas Heidt eine absolut souveräne Vorstellung boten und ihren Anteil daran hatten, dass diese Vorrundengruppe nahezu völlig fair über die Bühne ging.