Bosnien ohne Fehl und Tadel
Geschrieben von: Marco Galuska
Halle wird präsentiert von PS:Akademie Nürnberg
ISN-Cup 2012, Vorrundengruppe D: Polen, Mazedonien und Irak auch qualifiziert
Am vierten und letzten Qualifikationstag zum ISN-Cup 2012 kämpften noch einmal sechs Mannschaften um den Einzug ins Finalturnier. In der Qualifikationsgruppe D setzte sich der letztjährige Halbfinalist Bosnien vor dem starken Team Polen durch. Die Qualifikation für das Endturnier haben auch Mazedonien und der Irak sicher. Kroatien darf zumindest als Fünfter noch hoffen, während das Team Iran trotz eines tollen Auftritts und großem Anhang nur den sechsten Rang belegte.
Guten Hallenfußball mit toller Atmosphäre gab es am Sonntag zum Abschluss der Qualifkationsrunde in der Schwabacher Soccer Plaza. Dabei hatte das Team Bosnien nur zu Beginn leichte Startschwierigkeiten. Lag man doch gegen den Iran bis kurz vor der Pause im Rückstand, ehe Adrian Mesek mit einem Hammer aus der Distanz der Ausgleich gelang. Am Ende stand dann ein verdienter 3:1-Sieg für die Truppe, die Jasmin Halilic aufs Feld geschickt hatte. Und die Bosnier steigerten sich in der Folge von Spiel zu Spiel, siegten gegen den Irak souverän 5:0. Schwerer waren da schon die Partien gegen die stets gefährlichen Mazedonier (3:2) und den ansonsten makellosen Polen (4:2). Das 2:1 gegen Kroatien bedeuteten volle 15 Zähler aus fünf Spielen und Rang eins für Bosnien, um ihren besten Torschützen Danijel Maksimovic (fünf Treffer).

Das bosnische Team (komplett in weiß) dominierte die Qualifikationsgruppe D, aber auch Polen um Kapitän Jackson Ruziski (am Ball) gab eine sehr gute Visitenkarte ab.
Foto: fussballn.de
Taktisch ebenfalls hervorragend eingestellt traten die Polen auf. Wie schon im Vorjahr stellte Trainer Achim Kokott trotz einiger Ausfälle eine schlagkräftige Truppe, die keine Zweifel an der erfolgreichen Qualifikation aufkommen ließ. Szymon Pasko spielte sich gleich in den Vordergrund, als er beim 6:5-Auftakterfolg über Mazedonien fünfmal einnetzte und am Ende mit acht Erfolgserlebnissen bester Torjäger des Turniers wurde. Durch ungefährdete Siege über Iran (6:1) und Kroatien (3:1) hatten die Polen ihre Pflicht freilich längst erfüllt, ehe man Bosnien unterlag. Zum Turnierabschluss ließ es die Truppe um Kapitän Jackson Ruziski dann noch einmal richtig krachen und fertigte Irak mit 9:3 ab.

Heißes Duell: Mit 6:5 setzte sich Polen um Torjäger Szymon Pasko (rechts) gegen Mazedonien um Oliver Gorgiev durch.
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Hinter Bosnien und Polen kam Mazedonien auf Rang drei ein und machte dabei einmal mehr deutlich, dass mit dem Team um den starken Kapitän Oliver Gorgiev stets zu rechnen ist. Denn die knappen Niederlagen gegen Polen (5:6) und Bosnien (2:3) hätten auch anders enden können - vielleicht dann, wenn Club-Legende Sasa Ciric wieder ins Geschehen eingreift. In Schwabach war der inzwischen 44-Jährige Ex-Profi noch aufgrund einer Verletzung zum Zuschauen verdammt, hofft aber auf einen Einsatz beim Finalturnier: "Die Veranstaltung ist einfach super, es macht einen Riesenspaß zuzuschauen, noch lieber würde ich aber wieder mitkicken. Ich hoffe Anfang März kann ich mein Land wieder unterstützen." Auch ohne die Treffer von Ciric kamen die Mazedonier letztlich sicher ins Ziel. In Torlaune präsentierten sich dabei Stefan Ristovski (7 Tore), Dano Ramadanov (6) und Almir Cikmis (5), deren Treffer zu Siegen über Kroatien (5:2) und Irak (5:1) reichten. Zum Abschluss teilte man gegen den Iran in einem unterhaltsamen Spiel mit 4:4 die Punkte.

Sasa Ciric (links, im Interview mit Hallensprecher Behram Bajqinovci) ist ein bekennender Fan des ISN-Cups und möchte beim Finalturnier gerne selbst wieder auf dem Platz stehen.
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Die sichere Qualifikation holte sich das irakische Team, das den Grundstein in einem 2:1-Sieg über Kroatien legte und sich von der Schlappe gegen Bosnien rechtzeitig erholte. Im brisanten, aber ausgesprochen unterhaltsamen und stets fairen (!) Nachbarduell behielten die Iraker mit 5:3 die Oberhand gegen den Iran - obwohl der iranische Gast-Keeper Manuel Döllfelder das einzige Torwart-Tor des Tages gelang. Sechs Punkte reichten den Irakern schließlich zum Weiterkommen, da störten die deutlichen Niederlagen gegen Mazedonien und Polen am Ende nicht wirklich.

Fußball verbindet: Iran und Irak lieferten sich ein tolles Spiel - sportlich umkämpft, aber stets fair.
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Keine direkte Qualifikation gab es für Kroatien, das sich ohne "Stars" zwar mannschaftlich gut präsentierte, aber gegen Irak, Mazedonien und Polen doch leer ausging. Auf der Höhe war "Hrvatska" dann im Spiel gegen den Iran, das man mit 2:1 gewinnen konnte und damit zumindest Rang fünf einbrachte. Auch gegen Bosnien präsentierte sich die Truppe um Kapitän Darinko Pejic ordentlich, unterlag aber mit 1:2.

Darinko Pejic (in rot) konnte mit seinem kroatischen Team nur einen Sieg feiern und muss nun hoffen, ob es dennoch zum Einzug ins Finalturnier reicht.
Foto: fussballn.de
Laut wurde es auf der Tribüne immer dann, wenn das iranische Team auf dem Court stand. Angetrieben vom lautstarken Anhang boten die Iraner einen beherzten Kampf, blieben dabei aber ohne Erfolg. Zumindest im letzten Spiel gegen Mazedonien gelang in den Schlusssekunden doch noch ein Punktgewinn, als ihr bester Torschütze Rawa Ohda mit seinem vierten Turniertreffer das 4:4 markierte.
Gruppe D, Ergebnisse
Bosnien Iran 3:1 Polen Mazedonien 6:5 Irak Kroatien 2:1 Iran Polen 1:7 Irak Bosnien 0:5 Kroatien Mazedonien 2:5 Iran Irak 3:5 Kroatien Polen 1:3 Mazedonien Bosnien 2:3 Kroatien Iran 3:1 Mazedonien Irak 5:1 Bosnien Polen 4:2 Mazedonien Iran 4:4 Bosnien Kroatien 2:1 Polen Irak 9:3
Tabelle
Pl. Team Tore Pkt. 1. Bosnien 17:6 15 2. Polen 26:14 12 3. Mazedonien 21:16 7 4. Irak 11:23 6 5. Kroatien 8:13 3 6. Iran 10:21 1
Beste Torschützen
Name
Team
Tore
1. Pasko Polen 8 2. Ristovski Mazedonien 7 3. Ramadanov Mazedonien 6 4. Cikmis Mazedonien 5 Maksimovic Bosnien 5 Akbulut Irak 5 7. Ohda Iran 4 8. Hamzic Bosnien 3 Lela Kroatien 3 Stachulla Polen 3




