Wiedersehen in der "Todesgruppe"
Geschrieben von: Marco Galuska
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Konstellation im Futsal-Bezirksfinale hat es in sich
Mit dem Finalturnier im Futsal beschließt der Bezirk Mittelfranken seine Hallensaison im Herrenbereich. Am Sonntag treten ab 11 Uhr in der futsalerproten Halle Röthenbach-Ost sechs Mannschaften an, um sich die Futsal-Krone des Bezirks und den Startplatz bei der Bayerischen Meisterschaft am 5. Februar im niederbayerischen Bogen zu sichern. Auf den frisch gebackenen Kreismeister FC Bayern Kickers warten in der Gruppe A mit dem ASV Vach und TSV Cadolzburg gleich zwei dicke Brocken auf dem Weg zur Titelverteidigung. In der Gruppe B trifft der SC Germania Nürnberg auf den SV Rednitzhembach und Türk Spor Freystadt.
Etwas kurios ist sie schon, die Bezirksmeisterschaft im Futsal. Im Kreis Erlangen/Pegnitzgrund geht das Interesse weiterhin gegen Null - kein Kreisturnier, kein Startplatz! Der Kreis Neumarkt/Jura spielte zumindest ein Kreisturnier heraus und entsendet mit dem SV Rednitzhembach und Türk Spor Freystadt zwei Vertreter. Die Futsal-Fahnen in Mittelfranken wehen also weiter dank des Kreises Nürnberg/Frankenhöhe (20 Teinehmer), genau genommen durch den Altkreis Nürnberg/Fürth, denn ins Kreisfinalturnier schaffte es bisher noch nie eines der wenigen Futsal-Teams aus der Frankenhöhe.

Der FC Bayern Kickers konnte im Vorjahr seinen Titel als bayerischer Futsalmeister verteidigen. Um den Hattrick anpeilen zu können, muss man aber erst die Bezirksmeisterschaft meistern und trifft dabei in der "Todesgruppe" auf die bärenstarken Teams aus Cadolzburg und Vach.
Foto: fussballn.de
Entsprechend süß-sauer war die Miene der drei Erstplatzierten des Kreises Nürnberg/Frankenhöhe, da es die Auslosung so wollte, dass sich die drei favorisierten Teams schon komplett in der Gruppe A versammeln werden, während der Vierte, der SC Germania, mit den beiden Neumarkt/Jura-Vertretern vermeintlich leichtere Gegner vorgesetzt bekam. "Ich sage dazu lieber nichts", äußerte sich Cadolzburgs Coach Reinhold Fischer betont kurz, als er von der Auslosung erfuhr. Nicht viel anders waren die Reaktionen beim Titelverteidiger FC Bayern Kickers und ASV Vach. So gilt es für das beste Trio des Kreises zunächst einen der Hauptkonkurrenten in der Gruppe hinter sich zu lassen. Den Auftakt um 11 Uhr bestreiten gleich der TSV Cadolzburg und der ASV Vach, der Sieger könnte fast schon im Halbfinale sein und sich gute Chancen aufs Endspiel ausrechnen. Ein schweres Los ist es also auch für den FC Bayern Kickers, sich wie im Vorjahr (damals mit 2:1 im Finale gegen die SG Quelle Fürth) zum Bezirkstitel vorzukämpfen, um dann überhaupt die Chance zu erhalten, zum dritten Mal in Folge bei der bayerischen Meisterschaft (die man 2010 und 2011 gewann) antreten zu dürfen. Denn die Erfolge der Vergangenheit zählen auf Bayernebene nichts: Der Titelträger des Freistaates im Futsal ist nicht gesetzt und so muss das Aushängeschild des BFV der vergangenen beiden Jahre wieder durch die komplette Qualifikation.

Der ASV Vach (in weiß) und der SC Germania standen sich zuletzt im kleinen Finale der Kreismeisterschaft gegenüber. Beim Bezirksfinale sind beide wieder vertreten.
Foto: fussballn.de
Auch wenn es am Ende für die ganz große Überraschung nicht reichte, so wusste der SC Germania in der vergangenen Woche durchaus zu gefallen und verdiente sich sein Halbfinal- und damit Bezirksticket durch eine engagierte Leistung. Sollte der Kreisklassist aus Schniegling wieder an den Auftritt anknüpfen können, so ist das Halbfinale absolut machbar. Dazu muss man aber mindestens einen der beiden Neumarkt/Jura-Klubs hinter sich lassen. Der Spitzenreiter der Kreisklasse West Neumarkt/Jura, der SV Rednitzhembach, konnte sich den Kreistitel sichern und möchte den Schwung mit nach Nürnberg bringen. Ungeschlagen auf dem Feld ist der A-Klassist Türkspor Freystadt, der von Onur Basoglu (zuvor u.a. SC Germania, Eyüp Sultan, Vatanspor) als Spielertrainer geführt wird und in der Halle schon eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte, dass man sich vor großen Namen nicht scheut.






