Güler geht im Winter

Spielmacher wird Süd verlassen

Nach Stefan Wiechers wird den SV 73 Süd ein weiterer Leistungsträger verlassen: Wie der Verein am Freitag bekannt gab, wird es in der Winterpause zu einer einvernehmlichen Trennung mit Spielmacher Necati Güler kommen. "Berufliche Gründe" seien ausschlaggebend, dass Güler nur noch in den beiden verbleibenden Partien (am morgigen Samstag in Feuchtwangen und zum Jahresabschluss in Büchenbach) im Trikot der Süder auflaufen wird.

"Für uns ist der Weggang von Necati Güler natürlich ein Riesenverlust, doch wir werden die Entscheidung des Spielers hinnehmen, denn man sieht sich immer mindestens zwei Mal und ich möchte bestimmt kein böses Blut. Wenn jemand nicht mehr hier spielen will oder kann, dann werden wir das akzeptieren", erklärte Abteilungsleiter Dieter Rebel gegenüber fussballn.de und fügte hinzu: "Necati ist ein guter Typ und großartiger Fußballer, der zumeist seine Leistung gebracht hat - ich kann den Verein nur beglückwünschen, der ihn bekommt."

Necati Güler

Nicht nur wegen seiner sieben Tore war Necati Güler ein wichtiger Baustein im Spiel der Gerstner-Truppe, die Spielmacherqualitäten des 21-Jährigen sind unbestritten und dürften nun Platz für Spekulationen bieten.
Foto: fussballn.de

Welcher Verein es sein wird, zu dem Güler geht, will der Spieler erst zu gegebener Zeit verraten und zunächst seine beiden letzten Spiele im Süder Trikot erfolgreich bestreiten. So darf vorerst nur spekuliert werden: Nahe liegende Lösungen wie eine Rückkehr zu Dergahspor oder Cagrispor erscheinen zwar nicht unmöglich, sind aber wohl weniger wahrscheinlich, auch wenn Dergah-Abteilungsleiter Cesur Colak Güler natürlich gerne zurückgewinnen würde: "Wir wissen, wie gut er letzte Saison in unsere Mannschaft gepasst hat." Ercan Aktas, Manager des Bezirksligisten Cagrispor, geht mit der Personalie Güler realistisch um: "Sein Vater ist hier zwar weiterhin treuer Zuschauer und sein Bruder Spielleiter. Dennoch denke ich, dass wir nur dann eine Chance hätten, wenn für ihn höhere Klassen keine Option bieten würden. Nehmen würden wir ihn natürlich sofort, aber das ist eben kein Wunschkonzert!" So bleibt abzuwarten, welcher Klub sich erfolgreich um die Dienste des vielleicht größten Talents der Region bemüht.