Des einen Freud des anderen Leid

Roßtal dreht Partie zu seinen Gunsten / Großweismannsdorf verspielt Führung

Mit einer Leistungssteigerung nach der Pause konnte Spitzenreiter Tuspo Roßtal die Partie beim SV Schalkhausen noch zu einem 2:1-Sieg drehen. Durch die zeitgleiche Niederlage von Leutershausen (0:3 gegen Wolframs-Eschenbach) belegt man nun wieder alleine den ersten Tabellenplatz. Genau umgekehrt lief der Spielfilm für den SV Großweismannsdorf, der nach einer 1:0-Pausenführung am Ende eine äußerst bittere 1:2-Niederlage in Meinhardswinden einstecken musste.

Punktgleich mit Leutershausen auf dem ersten Tabellenplatz ging es für die Helmer-Elf zu einem harten Auswärtsspiel nach Schalkhausen. Der Tuspo wollte von Beginn an dem Spiel seinen Stempel aufdrücken und konnte Schalkhausens Abwehr des Öfteren unter Druck setzen, ohne dabei größere Torchancen herauszuspielen. Jedoch gab es die Chance zur Führung für den Tuspo in Hälfte eins nach einer Viertelstunde, als sich Dürschinger über die linke Angriffsseite durchsetzte und den Ball auf Stühler querlegte. Dieser scheiterte aber am glänzend reagierenden Schalkhausener Schlussmann. Die Gastgeber ihrerseits versuchten mit langen Bällen auf die schnellen Flügelspieler die Roßtaler Defensive zu gefährden. Nach einer knappen halben Stunde konnte die Heimelf auch ihre erste Torchance gleich nutzen, als ein Schalkhauser Angreifer nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte den Ball über den herauseilenden Torwart Seifert hinweg ins Tor schoss. Gleich im Anschluss reagierte Seifert glänzend, als die Gastgeber mit ihrer zweiten wirklichen Angriffsaktion gefährlich vor dem Gäste-Gehäuse auftauchten. Bis zum Pausenpfiff gelang dem Tuspo nicht mehr viel und die Gastgeber waren bedacht, das Ergebnis in die Halbzeit zu bringen. Nach dem Seitenwechsel war Roßtal die tonangebende Mannschaft und wollte das Spiel drehen. Dürschinger konnte kurz nach Wiederbeginn nur regelwidrig vom Schalkauser Schlussmann gestoppt werden und den fälligen Elfmeter verwandelte Stühler sicher zum Ausgleich. Der Tuspo wollte nun mehr und drückte auf den Führungstreffer. Wieder Dürschinger konnte gut in Szene gesetzt werden und lief alleine auf den SVS-Torwart zu, konnte ihn jedoch nicht bezwingen. In der Folgezeit hatte der Tuspo die Begegnung im Griff und drückte weiter auf den Führungstreffer. Gute zehn Minuten vor dem Schlusspfiff konnte Dürschinger sich selbst und den Tuspo erlösen, als er abermals alleine auf den Schlussmann der Hausherren zulief, diesmal jedoch eine Lücke fand und den Ball ins linke untere Eck einschob. Schalkhausen versuchte in den letzten Minuten nochmal alles, um den Ausgleich zu erzielen und war meist bei Freistoßflanken gefährlich. Bis zum Schlusspfiff passierte jedoch nichts mehr und der Tuspo konnte die Partie aufgrund einer engagierten Leistung in der zweiten Halbzeit verdientermaßen für sich entscheiden. Am kommenden Wochenende gastiert der TSV Lichtenau am Steinerswäldchen.

Tuspo Roßtal: Seifert, Beck, Schulz, Russ, Wagner, Prenzel, Modula, Friedrich, Oppitz, Dürschinger, Stühler / Wirth, Güney, Jung

Nach anfänglichen Abtasten fand der SV Großweismannsdorf nach einer Viertelstunde besser ins Spiel, Häberer sorgt mit einen Pfostenschuss für die erste gefährliche Chance. Auch danach bestimmte der Gast das Geschehen und erspielte sich ein Übergewicht. Spielertrainer Dragan Misetic trat aus ca. 40 Metern in der 43. Minute einen Freistoß in den Strafraum der Gastgeber, ein Abwehrspieler aus Meinhardswinden verlängerte diesen mit dem Kopf ins lange Eck zum 1:0-Pausenstand für den SV Großweismannsdorf. In der 50. Minute hätte Erkol die 2:0-Führung erzielen müssen, er lief alleine auf den Torwart zu, scheiterte aber an diesen. In der 55. Minute erzielte Meinhardswinden nach einer Ecke den 1:1-Ausgleich. Danach entwickelte sich ein offene Partie, mit zahlreichen Torchancen. Hörndler mit einen Lattentreffer und Häberer, der im Zweikampf wegen angeblichen Foulspiel zurückgepfiffen wurde, hätten den SV Großweismannsdorf wieder in Führung bringen müssen. Nach der Gelb-Roten Karte für Leibold in der 75. Minute wurde die Partie immer hektischer, und es kam noch schlimmer für Großweismannsdorf. Nach einer Rangelei im Strafraum von Großweismannsdorf sah R. Schmidt in der 80. Minute direkt die Rote Karte. Meinhardswinden nutzte das Überzahlspiel und erzielte in der 88. Minute den 2:1-Endstand.

SV Großweismannsdorf: Lang, Lösel, Hoffmann, Hörndler, Lehnert, Emmerich, Schuh, Bauer, Misetic, M. Schmidt, Häberer / Leibold, Erkol, R. Schmidt