Das Spitzentrio marschiert

A-Klasse 9: präsentiert von der Sparkasse Fürth

Veitsbronn II ist Herbstmeister / Zweiter Saisonsieg für Weinzierlein II

Am letzten Hinrundenspieltag gab sich Veitsbronn II auch gegen Favoritenschreck Südwest II keine Blöße und siegt sicher mit 6:0. Die Verfolger bleiben jedoch auf den Fersen - nicht minder deutlich siegt Burgfarrnbach II in Reichelsdorf (5:0), während der Tabellenzweite, Johannis 83 II, in Zirndorf beinahe ins Straucheln geriet und sich einen knappen 2:1-Sieg sichern konnte. In den niederen Tabellenregionen kann Seukendorf (3:1 gegen Ammerndorf II) etwas Abstand zu den Abstiegsregionen schaffen. Während die Turnerschaft weiter von Niederlage zu Niederlage eilt (nun 0:4 in Tuchenbach), wird es durch den zweiten Saisonsieg von Weinzierlein II (4:2 in Cadolzburg) davor richtig spannend: Weiherhof, Weinzierlein und Südwest trennen nunmehr nur noch zwei Punkte voneinander.

Tabellarisch war das Spiel zwischen Spitzenreiter Veitsbronn II und dem Drittletzten, Südwest II, eigentlich eine klare Sache - Vorsicht war für den Tabellenführer dennoch geboten. So schwach der Abstiegskandidat in den Partien gegen die direkte Konkurrenz oder die Mittelfeldteams teilweise aufgetreten war, den Favoriten konnte das Team von Georgios Christodulopulos ein ums andere Mal ein Bein stellen. Mit Johannis 83 II und Obermichelbach mussten bereits zwei Teams aus dem oberen Tabellendrittel unnötig Punkte gegen die Nürnberger lassen. Auch Veitsbronn tat sich anfangs etwas schwer gegen die tiefstehenden Kellerkinder, nach zwanzig Minuten brach Edgar Herold jedoch den Bann aus der Distanz. Mit 1:0 ging es in die Kabinen, kurz nach der Pause war der Widerstand der Nürnberger nach einem Doppelschlag von Dallhammer (48., 52.) aber gebrochen. Nabein, abermals Herold und Kallert machten in einer einseitigen zweiten Hälfte das halbe Dutzend voll.

Veitsbronn II - Südwest II

Edgar Herold, hier beim Freistoß gegen den TSV Burgfarrnbach II brachte seine Veitsbronner gegen Südwest II auf die Siegerstraße.
Foto: fussballn.de

Deutlich schwieriger hatte es da schon Verfolger Johannis 83 II in Zirndorf. Dabei kam der Tabellenzweite in der Bibertstadt gut aus den Startlöchern: Haralampos Sivroglou schob den Ball nach nur wenigen Minuten überlegt am gegnerischen Torwart vorbei und brachte sein Team früh in Führung. In der Folge hatten die Gäste ihre beste Phase, wiederholt wurde Zirndorf zu Fehlpässen gezwungen. Nach einem Freistoß von Ulli Schimmank, der an Freund und Feind vorbei ins Tor trudelte, hätte es 0:2 stehen können, doch der Schiedsrichter sah ein Stürmerfoul im Sechzehner. Zum Ende der ersten Hälfte lief der Ball besser durch die Reihen der Gastgeber, die sich langsam Feldvorteile erarbeiteten. TSV-Torwart Dennis Bratek war bei einigen Distanzschüssen gefordert, Zirndorfs beste Chance kurz vor dem Halbzeitpfiff ging knapp am Gehäuse vorbei.

Zirndorf II - Johannis II

Stürmerfoul? Beim Spiel zwischen Zirndorf II und Johannis II stand Schiedsrichter Weiß vor der ein oder anderen kniffligen Entscheidung.
Foto: Schimmank

Die zweite Halbzeit begann wiederum vielversprechend für Johannis: Christoph Hausner krönte einen schnell vorgetragenen Angriff mit dem 0:2. Lange konnte sich Johannis dieser einigermaßen komfortablen Führung jedoch nicht erfreuen. In einer zumindest strittigen Szene sah der Unparteiische ein Handspiel von Jörn Jostmeyer, der fällige Elfmeter wurde von Markus Hornberger sicher verwandelt. Als dann auch noch Marcello Rubino mit der Ampelkarte den Platz verlassen musste, deutete nicht mehr viel auf einen Auswärtssieg hin. In Unterzahl kam der Tabellenzweite nur noch selten nach vorne, ließ aber hinten auch nicht allzu viel anbrennen. Eine Viertelstunde vor dem Ende musste auch Krisztof Varga frühzeitig duschen gehen, so dass die Partie mit 10 gegen 10 zu Ende ging. In der letzten Szene kam Zirndorf tatsächlich noch zur großen Ausgleichschance, ließ diese aber ungenutzt.

Burgfarrnbach II

Eine grundsolide Hinrunde spielte die junge Reserve des TSV Burgfarrnbach (in blau), hier beim höchsten Saisonsieg gegen die Turnerschaft.
Foto: fussballn.de

So krönt Johannis 83 II eine erfolgreiche Hinrunde - auch beim TSV Burgfarrnbach II gibt es unter dem Strich nach den ersten dreizehn Spielen wenig zu mosern. Die junge Elf hält, momentan auf Rang drei liegend, den Anschluss an die Aufstiegsplätze und liegt mit vier (auf Johannis) bzw. sechs (auf Veitsbronn) Punkten Rückstand durchaus noch in Schlagweite der Aufstiegsplätze. In Reichelsdorf gelang der Wurzbacher-Elf ein versöhnlicher Abschluss der Hinserie - anfangs taten sich die Gäste zwar schwer, nach der Pause eröffnete der eingewechselte Seraphin jedoch den Torreigen. Ein von Hörnig verwandelter Foulelfmeter brachte nach einer guten Stunde die Vorentscheidung, die bis dahin tapfer dagegen haltenden Reichelsdorfer ergaben sich ihrem Schicksal und unterlagen letztlich verdient mit 0:5. Allzu schmerzhaft ist die Niederlage derweil nicht: Mit einem ausstehenden Nachholspiel beendet der SVR die Hinserie auf Rang acht und liegt damit voll im Soll des vor der Saison ausgegebenen Saisonziels "im sicheren Mittelfeld".

Weil die Partie zwischen Obermichelbach und Weiherhof ausfiel und am 27. November nachgeholt wird, setzt sich das Spitzentrio ab - Weiherhof bleibt dagegen die Chance verwehrt, im Abstiegskampf zu punkten und zählt, ohne eingreifen zu können, zu den Verlierern des Spieltags. Abgesehen von Südwest punkteten die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf nämlich dreifach: Seukendorf schlug Ammerndorf II mit 3:1, Weinzierlein II kam bei der Cadolzburger Reserve zu einem durchaus überraschenden 4:2-Erfolg. In Seukendorf sahen die Zuschauer zu Beginn eine völlig offene Partie mit einigen Vorteilen für die Gastgeber, die jedoch ihre Angriffe zu schlampig abschlossen. Ammerndorf verlagerte sich auf das Konterspiel und ging so Mitte der ersten Halbzeit nach einem Stellungsfehler in der Seukendorfer Abwehr in Front. Geschockt präsentiert sich der SVS von dem Rückstand aber nur kurz: Acht Minuten vor der Pause glich die Bayer-Elf durch den agilen Youngster Dresel nach einer schönen Einzelleistung aus. Nach dem Seitenwechsel hatte Seukendorf mehr vom Spiel und ging durch einen Abstauber von Joker "Stoned" Pazicky letztlich verdient in Führung. Auch nach dem Rückstand blieb Ammerndorf bei seinem defensiven Grundaufbau, konnte seine Konter gegen die aufmerksame Seukendorfer Abwehr aber nicht mehr ausspielen. Das 3-1 durch Dominik Hüttinger in der 75. Minute war dann ein Vorentscheidung - spannend wurde es trotzdem noch, als Ammerndorf in der 87. Minute ein Foulelfmeter zugesprochen bekam, der gut aufgelegte SVS-Keeper Feder blieb aber auch im Duell vom Punkt Sieger.

Cadolzburg II - Weinzierlein II

Die Anfangsphase gehörte noch den Cadolzburgern um Max Oyss...
Foto: fussballn.de

Unterdessen nutzte Weinzierlein II die momentane Formschwäche der Cadolzburger Zweiten gnadenlos: Zwar brachte Paulus den TSV nach acht Minuten noch in Führung, danach war der Vorletzte aber die überlegene Mannschaft an der Cadolzburger Waldsportanlage. Völkl (13.) und Misiurka (18.) drehten die Partie zugunsten Weinzierleins verdient. Selbst als Hildner nach 23 Minuten der Ausgleich gelang, hatte dieses Ergebnis nicht lange Bestand - nur zwei Minuten später schoss Stöltzel den Abstiegskandidaten wieder in Front. Fünf Tore nach 25 Minuten - auch in der Folge sahen die Zuschauer eine durchaus unterhaltsame Partie mit Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Noch vor der Pause gelang Völkl sein zweiter Treffer zum 4:2-Pausenstand. Trotz einiger Einschussmöglichkeiten vermochte Cadolzburg in der zweiten Hälften nicht mehr zu verkürzen - ganz zum Unwillen von Trainer Klaus Bonath, der nach dem Spiel mit der personellen Situation des ersatzgeschwächten TSV haderte.

Cadolzburg II - Weinzierlein II

...schnell kaufte Weinzierlein II den "Sporchern" aber den Schneid ab und kam verdient zum zweiten Saisonsieg.
Foto: fussballn.de

Probleme, von denen die Turnerschaft nur träumen kann. Mit der zwölften Niederlage im zwölften Spiel taumeln die Fürther der B-Klasse entgegen, auch bei den Tuchenbacher Sportfreunden war Einbahnstraßenfußball geboten. Bereits nach einer guten halben Stunde war die Partie entschieden, bis dahin hatte der überragende Jörg Eder dreimal eingenetzt (3., 33., 38.), den lupenreinen Hattrick vermieste ihm nur Kollege Kundinger, der nach einer Viertelstunde einen Foulelfmeter verwandelte und das zwischenzeitliche 2:0 erzielte. Danach hatten die Tuchenbacher durchaus noch Gelegenheiten zu erhöhen, ließen aber die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen - verzeihlich, spielte man doch mit einer 4:0-Führung im Rücken gegen einen harmlosen Gast.

überwiegend Duelle im Tabellenkeller auf dem Programm. Burgfarrnbach II (5:2 in

Obermichelbach), Seukendorf (3:2 in Tuchenbach) und Cadolzburg II (1:0 gegen Wachendorf)

können wichtige Punkte sammeln; im gesicherten Mittelfeld schlägt Poppenreuth Schweinau mit

7:2.q