Eyüp II ballert sich aus dem Keller

Frankonia bleibt am BFC dran / Falke II rutscht auf Abstiegsplatz

Am letzen regulären Punktspielwochenende des Jahres setzten sich die drei Spitzenmannschaften in der A-Klasse 8 durch – allen voran einmal mehr Ligaprimus Mögeldorf (7:0 gegen Altenfurt II), aber auch die DJK BFC (4:0 gegen Tuspo Nürnberg II) und der ATV Frankonia II (5:2 in Großgründlach) meisterten ihre Aufgaben. Veränderungen gab es dagegen im Tabellenkeller, wo der SV Eyüp Sultan II mit 6:2 bei Medina gewann und damit vom letzten Tabellenplatz auf einen Nicht-Abstiegsrang klettern konnte, während die DJK Falke II nach einer 1:2-Niederlage gegen Vatanspor nach hinten durchgereicht wurde.

Auch am letzten Spieltag vor der Winterpause, und rund einen Monat vor Weihnachten, hatte der Herbstmeister aus Mögeldorf keinerlei Geschenke zu verteilen und fertigte den TSV Altenfurt II zu Hause mit 7:0 ab. Dabei diktierte die Heimelf von Beginn an die Partie. Bereits in der 5. Minute kam Matthias Lutz – der erstmals in dieser Saison von Beginn an das Vertrauen von Trainer Hrasche erfuhr – am Fünfer nach einer Flanke des Ex-Altenfurters Markus Heuberger völlig frei zum Kopfball und setzte ihn über die Latte. Zwei verpasste Möglichkeiten später war es dann soweit: Heuberger spielte einen Steilpass in die Spitze, wobei ein Gäste-Akteur so unglücklich in den Ball grätschte, dass dieser den Weg hinter die Torlinie fand. Mit einem direkt verwandelten, allerdings noch abgefälschten, Freistoß erhöhte Heuberger nur zwei Minuten später auf 2:0. Sechs Minuten vor der Pause dann einer der schönsten Spielzüge der Partie: Jonathan Mangold schlug den Ball auf Abwehrkollege Harry Bielz, der diesen im Lauf gekonnt mit der Brust mitnahm und ans Aluminium flankte. Dadurch kam das Leder über Umwege zu Heuberger am zweiten Pfosten, der per Abstauber den 3:0-Pausenstand besorgte.

SpVgg Mögeldorf - TSV Altenfurt II 7:0Technisch versiert, dynamisch und auf den Punkt fokussiert präsentierte sich einmal mehr Meisterschaftsfavorit Mögeldorf (in schwarz). Die Belohnung: Ein 7:0-Erfolg über einen chancenlosen TSV Altenfurt II.
Foto: fussballn.de

Zur zweiten Halbzeit ersetzte Michael Hofmann den verletzten Gäste-Keeper Rubenbauer, der kurz vor der Pause unglücklich mit dem Mögeldorfer Matthias Lutz zusammengestoßen war. Hofmann ließ nach exakt einer Stunde sein Können aufblitzen, indem er einen wuchtigen Heuberger-Schuss aus spitzem Winkel mit einer sehenswerten Flugeinlage entschärfte. SpVgg-Mittelfeldmotor Felix Wölfel köpfte dann in der 67. Minute eine Flanke seines Kapitäns Rino Letizia zum 4:0 ein. Zwischen Minute 75 und 79 hatte dann der eingewechselte Benjamin Renn seinen großen Auftritt. Nach einem Steilpass von Letizia legte Wölfel quer auf Renn, der von hinten einlaufend das vermeintliche 5:0 markierte. Der Schiedsrichter sah hier allerdings eine Abseitsposition vorliegen und schenkte dem feinsten Spielzug der Partie keine Anerkennung. Allerdings hatte Renn noch zwei in petto und trug sich nach den beiden mustergültigen Flanken von Heuberger und Schlacht doch noch doppelt in die Torschützenliste ein. Der Endstand war jedoch dem auffälligen Lutz vorbehalten, der mit seinem Erfolgserlebnis zum 7:0-Endstand seine Leistung krönte.

DJK BFC - Tuspo Nürnberg II

Zum Fallen brachte die DJK BFC um Domenik Riegel (links) auch Tuspo Nürnberg II und überwintert auf dem Relegationsplatz.
Foto: Gillert

Mit zehn Zählern Rückstand bester Verfolger bleibt die DJK BFC, die sich, ebenfalls ohne Gegentor, im Duell der Nordstadtklubs mit 4:0 gegen die Reserve von Tuspo Nürnberg durchsetzte. Die Franken drückten die Gäste von der ersten Minute an in die eigene Hälfte und erarbeiteten sich Chancen wie am Fließband. Das erste Tor indes gelang Sascha Weber nach einer Ecke erst zehn Minuten vor der Halbzeit. Im zweiten Durchgang drückte sich die Dominanz der DJK schneller auf der Anzeigetafel aus. In der 50. Minute schob Marc Vogel das Leder aus kurzer Distanz über die Linie. Keine fünf Minuten später erhöhte Sandro Cofone auf 3:0. Er war es auch, der zehn Minuten vor Schluss aus der zweiten Reihe den 4:0-Endstand erzielte.

SF Großgründlach II - ATV Frankonia II 2:5Bei den Gründlachern (in schwarz) keimte beim 2:5 gegen den Tabellendritten ATV Frankonia II (in gelb) nach dem zwischenzeitlichen 1:3 noch einmal Hoffnung auf. Unbegründet, wie sich herausstellte.
Foto: Bresler

Durch einen 5:2-Auswärtserfolg bei der zweiten Mannschaft der Sportfreunde aus Großgründlach hielt der ATV Frankonia II den Kontakt zum Relegationsplatz zwei. Schon nach zehn Minuten nutzte Mario Ross eine unübersichtliche Aktion im Strafraum der Hausherren zur Gäste-Führung. Gründlach hatte im darauffolgenden Spielverlauf Pech, traf nur den Pfosten und einmal wurde ein Kopfball von Sven Baumann noch auf der Linie geklärt. Doch die bessere Mannschaft blieben den Frankonen, die die Weichen noch vor dem Seitenwechsel auf Sieg stellten. Mehmet Öztas nach 28. Minuten durch einen Fernschuss und erneut Ross (37.) erzielten die Treffer. Nach der Pause waren die Hausherren besser im Spiel und verkürzten durch den eingewechselten Oliver Schmitt auf 1:3 (62.). Eine Gelb-Rote Karte für Malter in der 71. Minute verschlechterte die Aussichten auf ein Comeback der Hausherren jedoch wieder. Der ATV nutzte prompt die Überzahl und markierte sechs Minuten später das 1:4 durch Öztas, sowie das 1:5 durch Reisenhauer (80.). Schmitts zweiter Treffer zum 2:5 blieb aus Sicht der Großgründlacher Ergebniskosmetik, die nach sechs Spielen ohne Sieg nur noch ein Pünktchen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz haben.

DJK Falke II - Vatanspor 1:2Nichts wurde es mit dem erhofften Sieg zum Jahresabschluss vor heimischem Publikum für die DJK Falke II (in grau). Im Gegenteil: Nach dem 1:2 gegen Vatanspor (in rot) rangieren die Falken weiter auf einem Abstiegsplatz.
Foto: fussballn.de

Den verlassen konnte der SV Eyüp Sultan II durch ein 6:2 bei Medina. Mit diesem Torfestival ballerten sich die Sultane bis auf Rang acht nach vorne und bestätigten ihre aufsteigende Form zum Ende der Vorrunde. Gleiches gilt für ihre türkischen Landsmänner von Vatanspor, die sich nach ihrem Abstieg aus der Kreisklasse zunächst nicht in der neuen Liga zurechtfanden, durch den knappen 2:1-Erfolg bei der DJK Falke II sich aber weiter ins Tabellenmittelfeld vorarbeiteten. Bereits in der 8. Minute erwischte Tayfun Tuna die Falken eiskalt. Er nutzte die Passivität der Falke-Abwehr und netzte mit einem strammen Schuss vom rechten Strafraumeck sehenswert ins linke obere Toreck ein. Die DJK Falke II konnte ihr Spiel auch in der Folge nicht entscheidend ordnen, sodass schon im ersten Durchgang Keeper Thorsten Herrmann mehrmals in höchster Not retten musste. Mit dem knappen 0:1 ging es in die Pause. In der zweiten Hälfte entwickelten die Gastgeber etwas mehr Elan und kamen offensiv besser ins Spiel. In der 60. Minute konnte dann Werner Gastl ebenfalls mit einem Schuss von der rechten Seite den Ausgleich markieren. Doch in der Folge hielt Vatanspor wieder besser dagegen. Die Gäste wollten den Dreier mitnehmen und prüften den Falke-Keeper wieder mehrmals ernsthaft. Und Vatanspor wurde auch belohnt. Fünf Minuten vor dem Ende setzte sich Yasar Atakaya aus dem Gewühl vor dem Sechzehner in der Mitte energisch durch und schloss mit einem satten Schuss in den Winkel zum 1:2-Auswärtssieg ab. Die Falken rannten danach zwar noch einmal an und haderten zudem mit einem in der Nachspielzeit nicht geahndeten Handspiel im Sechzehner. Zum Ausgleich reichte dies alles nicht mehr. Zum gelungenen Jahresabschluss darf sich Vatanspor über Platz sechs freuen.

Heimlich still und leise hat sich derweil der Tuspo Heroldsberg auf Rang vier gemogelt. Die Schützlinge von Stefan Böhm gewannen vor eigenem Publikum mit 3:0 gegen den TSV Altenberg II und stürzten den Gast damit in große Abstiegsnöte. Hatten sich die Altenberger nach schlechtem Saisonstart bis vor zwei Wochen wieder aus der Abstiegszone herausarbeiten können, stehen sie nun wieder auf dem letzten Tabellenplatz und treffen im Nachholspiel am Sonntag auf dem punktgleichen Leidensgenossen DJK Falke II. In einem eher niveauarmen Spiel war der gastgebende Tuspo das spielbestimmende Team. Nach einer entschlossenen Aktion fiel bereits in der Anfangs-Viertelstunde das 1:0 durch Wölfel. Dessen Team gab das Heft nicht aus der Hand und kam kurz vor der Pause zum 2:0 durch Böhm. Die ersatzgeschwächten Gäste aus Altenberg kamen mit mehr Elan aus der Kabine, der sich aber erst nach dem 3:0 durch Lorenzo Mitte der zweiten Hälfte bemerkbar machte. Jetzt erst trugen die Gäste Angriff um Angriff vor das Tor der Gastgeber. Zu einem Anschlusstreffer reichte es dennoch nicht, wenngleich der Sieg des Tuspo um ein Tor zu hoch ausfiel, bilden die Gäste durch diese Niederlage nun das Tabellenschlusslicht.

SV Jehona - SC Germania II 5:3Eine der wenigen Chancen für den SC Germania (in blau) beim enttäuschenden 3:5 gegen den SV Jehona (in rot).
Foto: Zander

Dem Abstiegsrang ist der SV Jehona nach einem 5:3-Sieg über den SC Germania II momentan noch um fünf Punkte enteilt. In der torreichen Samstags-Partie hatte Jehona die erste Chance schon nach zwei Minuten durch Faton Rexhepi, der aber über das Tor zielte. Keine sechzig Sekunden später klingelte es dann zum 1:0 für die Gastgeber. Nasuf Azizi schloss einen Flankenball von links alleinstehend vor Christoph Weiner ab, der Germanen-Keeper war zwar noch am Ball, aber die Kugel trudelte ins Tor. In der 19. Minute belohnte sich Jehona für ihre aktive und konzentrierte Spielweise mit dem 2:0 durch Rexhepi. So konnten die völlig indiskutabel auftretenden Gäste aus Schniegling zur Halbzeit froh sein, nicht höher in Rückstand geraten zu sein. In der zweiten Halbzeit passierte bis auf eine Gelegenheit auf beiden Seiten wenig, bis zur 74. Minute. Nach einer Flanke von links aus dem Halbfeld bediente Azemi per Kopf Tafe Povataj, der problemlos zum 3:0 einschob. Eine Minute später erhöhte Azemi gar auf 4:0. Wiederum drei Minuten danach sprang ein Freistoß von Tim Scheba zum 1:4 über die Torlinie. Mit dem 2:4 durch Martin Schubert kam zehn Minuten vor Schluss die Hoffnung bei den Germanen zurück. Die erstickte Xhelil Fazlija mit einem Distanzschuss, der von der Unterkante der Latte vermutlich hinter der Linie aufsprang, fünf Minuten vor Schluss im Keim. Das 3:5 von Max Gleißner kam zu spät.