Mögeldorf setzt Zeichen der Stärke

3:0 im Spitzenspiel bei Frankonia / Keller-Trio drängt in enges Mittelfeld vor

Mit einem 3:0-Auswärtssieg im Spitzenspiel beim Tabellendritten ATV Frankonia II bleibt die SpVgg Mögeldorf weiterhin voll auf Meisterkurs. Alleiniger Zweiter ist jetzt die DJK BFC, die mit 2:1 beim TSV Altenberg II gewann, aber bereits zehn Zähler hinter Mögeldorf notiert ist. Dahinter schob sich das Feld noch enger zusammen. Die letzten drei Teams der Tabelle Vatanspor (4:0 gegen Medina), Eyüp Sultan II (5:1 gegen Jehona) und Altenfurt II (2:1 gegen Falke II) punkteten am Wochenende allesamt dreifach.

Das Spitzenspiel der A-Klasse 8 entschied im Schatten des Südwest-Parks in Nürnberg-Gebersdorf die SpVgg Mögeldorf 2000 mit 3:0 für sich und distanzierte den gastgebenden ATV Frankonia II somit um weitere drei Zähler. Die Fusionself brannte in Hälfte eins ein wahres Offensivfeuerwerk ab und schnürte die Frankonen in ihrer eigenen Hälfte ein. Bereits in der 5. Minute setzte Markus Heuberger einen Drehschuss rechts am Gehäuse vorbei. Gäste-Kapitän und Ex-Frankone Rino Letizia brachte danach seinen Distanzschuss genau so wenig im Tor unter (14.) wie Teamkollege Felix Wölfel. Die beste Chance bis dahin hatte Matthias Auschra, der im Eins-gegen-eins an ATV-Keeper Oliver Körner scheiterte. Bis zur 30. Minute musste SpVgg-Coach Marian Hrasche jedoch dreimal verletzungsbedingt wechseln, da die beiden Flügelspieler Auschra und Nutz sowie Spielführer Letizia nicht mehr mitwirken konnten. Von fehlender Ordnung war allerdings nur beim ATV Frankonia II etwas zu sehen.

Mögeldorf weiter souverän

Der ATV Frankonia sah sich gegen einen überlegenen Spitzenreiter aus Mögeldorf (in schwarz) zumeist in die Defensive gedrängt und musste sich im Topspiel verdientermaßen mit 0:3 geschlagen geben.
Foto: Woiwode

In der 41. Minute war es dann soweit. Nachdem Kai Schlacht das Spielgerät kurz zuvor noch artistisch am Tordreieck vorbei in den Fangzaun befördert hatte, folgte der erlösende Führungstreffer für den Herbstmeister. Felix Wölfel flankte von links Richtung zweiten Pfosten, wo der völlig blank stehende Markus Heuberger sich nicht zweimal bitten ließ und wuchtig zum 1:0 einköpfte. In Halbzeit zwei verflachte das Spiel ein wenig. Es dauerte bis zur 75. Minute, ehe der eingewechselte Benjamin Renn von Felix Wölfel am Fünfmeterraum bedient wurde und das umjubelte 2:0 markierte. Unmittelbar nach dem folgenden Anstoß hätte der Jubel ein jähes Ende gefunden, doch der sonst wenig geprüfte Mögeldorfer Keeper Sebastian Strauch - er vertrat seinen verletzten Bruder Stefan im Kasten - behielt die Nerven und vereitelte den einzigen ATV-Torschuss in der zweiten Hälfte mit einer sehenswerten Fußabwehr. Vier Minuten vor dem Abpfiff krönte Mögeldorf-Akteur Felix Wölfel seine Leistung nach zwei Vorlagen mit seinem eigenen Treffer zum 3:0-Endstand.

Mögeldorf weiter souverän

Die SpVgg Mögeldorf scheint zumindest vor der Winterpause nicht mehr zu stoppen und marschiert mit Volldampf in Richtung Kreisklasse.
Foto: F. Strauch

Enger ging es im Spiel zwischen dem TSV Altenberg II und dem Tabellenzweiten DJK BFC zu. Altenberg operierte ohne seinen verreisten Cheftrainer Roland Wild aus einer massierten Deckung heraus und kam kaum gefährlich vor das Gästetor. Die DJK präsentierte sich anfangs nicht wie ein Spitzenteam. Erst als Sandro Cofone auf Vorlage von Domenik Riegel einen Angriff durch die Abwehrmitte der Altenberger zum 0:1 in der 24. Minute abschloss, besannen sich die Akteure beider Teams darauf, konsequenter nach vorne zu spielen. Kurz nach der Pause folgte die kalte Dusche für Altenberg, als der wiedergenesene Riegel auf 0:2 erhöhte und sich damit erstmals nach seiner Verletzung wieder in die Torschützenliste eintrug. Nun spielte auch Altenberg durchwegs auf Angriff und kam durch Knoll in der 66. Minute zum Anschlusstreffer. Fußballerisch ging danach aber bei beiden Mannschaften nichts mehr zusammen. In letzter Minute brach Hektik aus, als sowohl TSV-Torwart Breitenbach wegen einer Tätlichkeit, als auch DJK-Angreifer Purrmann wegen Meckerns die Rote Karte sahen.

Hinter dem Spitzentrio Mögeldorf, DJK BFC und Frankonia schob sich das Feld weiter zusammen. So setzte sich der abstiegsbedrohte TSV Altenfurt II zu Hause gegen den Tabellennachbarn DJK Falke II mit 2:1 durch. Dabei hieß es nach einer Viertelstunde schon 1:0 für die Falken. Vier Altenfurter hatten sich wie Pylonen ausschwanzen lassen und waren dann nur noch Zuschauer, als das runde Leder aus kurzer Distanz von Christoph Neubauer eingeschoben wurde. Nach diesem Schock wachten die Gastgeber jedoch sehr schnell auf und glichen in der 26. Minute durch Yannic Rückziegel aus. Bis zur Pause entwickelte sich ein Spiel, das sich hauptsächlich im Mittelfeld abspielte. Auch nach dem Seitenwechsel gab es auf beiden Seiten nur wenige Torschusschancen. Die Entscheidung fiel deshalb erst in der 88. Minute, als Nicolas Güßregen nach einer unübersichtlichen Situation im Falke-Strafraum an den Ball kam und mit einem glücklichen Seitfallzieher zum 2:1-Endstand vollstreckte.

Eyüp Sultan II - Jehona 5:1

Einen Bärendienst erwies Jehona-Spieler Jeton Vucetovic (verdeckt) seiner Mannschaft: Nach seinem Platzverweis kippte die Partie komplett zu Gunsten der Sultane.
Foto: fussballn.de

Weniger lang musste der SV Eyüp Sultan II um seinen Sieg gegen den SV Jehona zittern. Die Sultane gerieten zwar nach 26 Minuten durch Vucetovic mit 0:1 in Rückstand. Fünf Minuten später war es jedoch wieder Vucetovic, der mit zwei Unsportlichkeiten seine Mannschaft unnötig im Stich ließ. Nach diesem Feldverweis kam die Heimelf besser ins Spiel, so dass der Ausgleich durch Sevim in Minute 40 nicht unverdient war. Nach der Halbzeit war es lange Zeit ein schwaches Spiel von beiden Mannschaften, bis sich in der 68. Minute Ersin Yarici gegen zwei durchsetzte und unhaltbar aus 18 Metern in den Winkel traf. Nach dieser Führung spielte Eyüp froh auf, so dass das Ergebnis durch Cengiz (73.), Yarici (80.) und schließlich durch Katsaval in der Schlussminute auf 5:1 hochgeschraubt wurde. Dennoch konnte Eyüp die Rote Laterne des Tabellenletzten nicht loswerden. Denn zeitgleich setzte sich auch Vatanspor mit 4:0 gegen Medina durch. Der Abstand zwischen dem Schlusslicht Eyüp Sultan und Medina auf Rang sechs beträgt allerdings auch nur drei Punkte!

Germania II - Heroldsberg 3:4

Germanias Gleißner (in rot) sorgte immer wieder für Unruhe im Strafraum der Heroldsberger, doch seine drei Treffer reichten nicht zu einem Punktgewinn gegen den Tuspo aus.
Foto: Brandl 

Einen Zähler vor Medina liegt Tuspo Heroldsberg nach seinem 4:3-Sieg beim SC Germania II auf Rang fünf. In einem schwachen A-Klassen-Spiel konnten sich die Gäste aus Heroldsberg verdiente drei Punkte holen. Germania hatte in Hälfte eins nichts entgegenzusetzen gegen teilweise klar überlegen Gäste. In der 23. Minute war es dann Reitzmann, der alleine auf Dietz zuging und sicher ins lange Eck einschob. Erhöhen konnten die Heroldsberger in der 38. Minute.  Nach einer Flanke kam SCG-Torwart Dietz aus seinem Kasten und faustete sich den Ball ins eigene Netz. Kurz nach dem Pausentee war es dann Gleißner, der den Anschlusstreffer nach einem Foulspiel an Verner Steinbinder besorgte (48.). Jetzt blitzte die Hoffnung der Germanen noch einmal auf, doch Chancen waren Mangelware, dann war aber nicht die Drechsler-Elf, sondern wieder der Tuspo mit dem Toreschießen an der Reihe und erhöhte durch Böhm per Freistoß auf 1:3 (70.). Fünf Minuten später war das Spiel vermeintlich schon gelaufen, als Doser zum 1:4 einschoss und Keeper Dietz wieder keine glückliche Figur abgab. Doch im Gegenzug konnte Gleißner gleich wieder auf 2:4 verkürzen (76.) und in der 85. Minute stach der Stürmer nochmal zu und ließ die Germanen wieder hoffen, doch auch die Brechstange brachte nichts mehr ein und der SCG musste sich geschlagen geben.

Tuspo II weiter in der Erfolgsspur

Tuspo Nürnberg II eilt von Sieg zu Sieg und konnte sich auch im Duell der beiden Aufsteiger gegen die SF Großgründlach II mit 3:2 durchsetzen.
Foto: Gillert

Die einzigen beiden wirklichen Mittelfeldplätze belegen der Tuspo Nürnberg II und Tuspo Heroldsberg, die beide weder große Ansprüche in Richtung Tabellenspitze hegen, noch von irgendwelchen Abstiegssorgen geplagt werden. In Ziegelstein entwickelte sich am Sonntag zwischen den alten B-Klassen-Rivalen Tuspo Nürnberg und Großgründlach zwar kein fußballerischer Leckerbissen, dafür aber ein spannendes Spiel. Zweimal ging der Gast aus Gründlach in Führung, nachdem sich zunächst Tuspo-Keeper Daniel Stöcklein einen verunglückten Abwehrball ins eigene Netz warf und in der zweiten Hälfte Abwehrchef Reuther erst gegen die eigene Latte köpfte, so dass Skribulja nur noch einschieben musste. Nachdem Seger zwischenzeitlich bereits per Abstauber ausgeglichen hatte, drehten die Ziegelsteiner in der zweiten Hälfte erneut das Spiel. Erst profitierte Oldie Bernd Grabherr von einem Missverständniss der SFG-Abwehr, als Torhüter Hofmann einen Rückpass nicht in die Hände nehmen wollte. Dann schlug Tuspo nochmals zu, als Grabherr einen Pass in die Tiefe von Jürgen Reuther verwertete. So blieben die Nordstädter im neunten Spiel in Folge ungeschlagen.