Poppenreuther Lauf gestoppt!
Geschrieben von: MW / YI / AM / MF / UL / TR / AB Dienstag, den 15. November 2011 um 01:49 Uhr
Großhabersdorf und Worzeldorf II mit Kantersiegen
Der Siegeszug des SV Poppenreuth wurde gestoppt: Schweinau beendete die Serie des SVP von zehn Spielen in Serie ohne Niederlage durch ein 2:1. Die anderen Topteams hatten hingegen keine Probleme: Großhabersdorf feierte einen 9:0-Kantersieg beim ASN Pfeil Phönix II, die DJK Fürth siegte 4:1 gegen den VfL Nürnberg II. Worzeldorf II fertigte Glaishammer mit 8:1 ab, während Kleeblatt 99 den Aufwärtstrend des TSV Sack mit 3:2 stoppte. Auch der SV Maiach (5:0 bei Azzurri) und der SV Puschendorf (3:1 gegen Flügelrad II) fuhren Siege ein.
Der SV Großhabersdorf setzte sich in erwartet souveräner Manier gegen Schlusslicht ASN Pfeil Phönix II durch und feierte einen 9:0-Kantersieg in der Fremde. Dabei zeigten sich die Mannen um Trainer Oliver Schwan in Torlaune. Zunächst ging es für die Gäste nicht allzu gut los, hatte doch der ASN in der sechsten Minute die erste Chance der Partie. Doch setzte sich nach und nach die bessere Spielweise des SVG durch; es folgten Chancen auf Chancen, wie zum Beispiel in der neunten und elften Minute durch Schütz oder drei Minuten später durch Körner. Weitere vier Zeigerumdrehungen später nahm sich Hähnlein ein Herz und erzielte aus 17 Metern das 1:0. Daniel Schütz gelang in der 25. Minute das 2:0.
Auch wenn sich Nazif Zyba (rechts) und sein ASN Pfeil Phönix II gerade im ersten Durchgang nach Kräften wehrten, am Ende stand eine 0:9-Abreibung gegen Tabellenführer Großhabersdorf im Protokoll. Großhabersdorf bleibt damit weiter auf Kurs.
Foto: fussballn.de
Auch in der zweiten Hälfte ging es weiter wie gehabt. Die Gäste erspielten sich Chancen, die sie aber zunächst nicht verwerten konnten. Es fehlte an der nötigen Ruhe und damit an der Präzision. In der 52. Minute konnten dann die wenigen Fans aus Großhabersdorf das 3:0 bejubeln. Es war eine Koproduktion der Gebrüder Schütz: Daniel legte für seinen Bruder Benjamin auf. Drei Minuten später war es wieder Benjamin Schütz, der das 4:0 nach Zuspiel von Körner markierte. Die 60. Minute war angebrochen, als es erneut im Tor der Heimmannschaft klingelte. Wieder war es Benjamin Schütz, der ein Zuspiel von Körner nutzte. Der Offensivmann hatte jedoch noch nicht genug und legte in der 74. und 78. Minute zwei weitere Treffer zum zwischenzeitlichen 7:0 nach. Kipfmüller und Lederer setzten in der Schlussphase mit ihren Toren zum 9:0 die Schlusspunkte unter einen lockeren Auswärtssieg des Spitzenreiters, der bei besserer Chancenverwertung im zweiten Durchgang auch durchaus noch höher hätte ausfallen können.
Die DJK Fürth (in grün) machte mit dem VfL Nürnberg II nach anfänglichen Schwierigkeiten letztlich kurzen Prozess und siegte 4:1. Damit bleibt die Iriz-Elf heißer Anwärter auf die Meisterschaft.
Foto: fussballn.de
Eine heikle Anfangsphase musste Verfolger DJK Fürth beim 4:1-Erfolg über den VfL Nürnberg II überstehen, als Gäste-Akteur Winterhalter einen Freistoß unbedrängt aus acht Meter volley abfassen konnte und 120 Sekunden später gar die Möglichkeit auf das 2:0 hatte, jedoch neben das Tor köpfte. Erst im Anschluss konnte sich die Heimelf etwas ordnen und das Spiel in die Hand nehmen. Bereits in der zehnten Minute fiel der Ausgleich. Reh konnte sich im Strafraum durchsetzen und auf das VfL-Tor schießen, wo Patrick Jarasch den Abpraller über die Linie drückte. Beflügelt vom Ausgleich hatte die Iriz-Truppe nun deutlich mehr vom Spiel und mehrere gute Chancen, die jedoch vom sehr guten Gäste-Torwart zunichte gemacht wurden. In der zweiten Hälfte ging es für die Hausherren dann aber gleich gut los, als Bauer in der 51. Minute auf der rechten Seite steil geschickt wurde, und dieser Jarasch bediente, der sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließ – 2:1. Knapp zehn Zeigerumdrehungen später war es wieder ein schneller Angriff über rechts, diesmal konnte Reh den Ball quer passen und Csiszar vollenden, der für einen weiteren Treffer sorgen sollte. Jarasch machte mit seinem dritten Treffer an diesem Tag den Deckel auf die Partie, in der sich auch DJK-Keeper Orasteam noch einmal auszeichnen konnte, indem er einen Strafstoß von Winterhalter fünf Minuten vor dem Ende abwehren konnte.
Etwas überraschend deutlich konnte der SV Maiach sein Gastspiel beim FC Azzurri mit 5:0 für sich entscheiden. Die Hausherren dezimierten sich allerdings in der ersten Hälfte mit zwei Ampelkarten früh selbst. Maiachs Spielertrainer Mario Fisciano sorgte Mitte der ersten Halbzeit für die Führung seiner Mannschaft. Als der Angreifer in der 38. Minute erneut auf das Tor der Heimelf zulief, klärte der herausstürzende Schlusmann den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand, was eine Rote Karte zur Folge hatte. Im zweiten Durchgang erhöhte Routinier Selcuk Oguz sechs Minuten nach der Pause auf 2:0 und entschied damit freilich die Begegnug. Gegen die nun in dreifacher Unterzahl agierenden Gastgeber hatte der SVM in der Folge leichtes Spiel. Oguz per Freistoß sowie Ersin Özgen mit einem Doppelpack schraubten das Ergebnis auf 5:0 in die Höhe.
Auch wenn der SV Poppenreuth hier den Ball behaupten kann, gegen den TV 1860 Jahn-Schweinau (in rot) setzte es die erste Niederlage nach zehn Spielen.
Foto: fussballn.de
Der SV Poppenreuth musste sich derweil dem TV 1860 Jahn-Schweinau mit 2:1 geschlagen geben und verliert damit nach zehn Spielen in Folge erstmalig wieder eine Begegnung. Mann des Spiels war sicherlich TV-Akteur Krestel, der bei seinen zwei Strafstößen die Nerven behielt und so seine Mannschaft auf die Siegerstraße schoss (9., 52.), woran auch der späte Anschlusstreffer der Poppenreuther durch Liebert in der Schlussminute nichts mehr ändern konnte.
Der FV Kleeblatt 99 hat derweil den Aufwärtstrend des TSV Sack durch ein 3:2 vorerst unterbunden. Durch ein Last-Minute-Tor in der 90. Minute durch Christian Kißner besiegten Kleeblatt 99 Fürth den TSV Sack und verschaffte sich so etwas Abstand zum Tabellenende. In einem farbenfrohen Spiel - jeweils eine Rote Karte für beide Mannschaften (P. Kopp/FV Kleeblatt und Blum/TSV Sack), sowie drei weitere Gelb-Rote Karten für die Gäste (Schwägerl, Blum, Loi) ging die Heimmannschaft durch Sebastian Engelmann mit 1:0 in Front (22.). Zwei Minuten vor der Pause glich Pöllmann per Foulelfmeter aus. In der zweiten Halbzeit hatte FV Kleeblatt einige Chancen, scheiterte jedoch mehrmals am Pfosten. Nach einer Ecke ging allerdings der TSV Sack durch Reinhardt in Führung (77.). Die Freude hierüber währte auf Gästeseite nicht lange, nur drei Minuten später glich nochmals Engelmann per Foulelfmeter aus. In der hektischen Endphase schaffte der FV Kleeblatt dann doch noch den Sieg.
Einen Kantersieg feierte unterdessen der SC Worzeldorf II durch ein 8:1 gegen den TV Glaishammer. So deutlich, wie das Ergebnis glauben machen mag, war das Spiel zumindest in der Anfangsphase jedoch nicht. Die Gäste hatten zu Beginn durchaus ihre Möglichkeiten und hätten auch in Führung gehen können. Auch als der SCW durch Mayer mit 2:0 führte, war Glaishammer noch nicht geschlagen. Erst als Patrick Frauenknecht kurz vor der Pause den dritten Treffer nachlegen konnte, waren die drei Punkte fest eingeplant. Insgesamt waren die Worzeldorfer im ersten Spielabschnitt deutlich überlegen, nutzten jedoch ihre Chancen nicht konsequent. Im Mittelfeld sorgte insbesondere der in der Vorwoche fehlende Daniel Pfauser durch zahlreiche Balleroberungen für das Übergewicht. Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste zwar mit einem zweiten Stürmer mehr Druck auszuüben, konnten ihr Spiel aber kaum variabler gestalten und mussten somit je zweimal durch Mayer und Weinmann, sowie den starken Marcel Spörl fünf weitere Gegentreffer hinnehmen.
Worzeldorfs Weinmann ließ sich hier nicht zweimal bitten und netzte
zum zwischenzeitlichen 6:0 ein. Am Ende stand ein 8:1-Erfolg des SCW II
gegen den TV Glaishammer zu Buche.
Foto: Sporrer
Teilweise konnte der SCW im Mittelfeld fast ungestört kombinieren und erspielte sich die Tore und einige weitere vergebene Gelegenheiten sehenswert. Erst als die Aufmerksamkeit des Heimteams in den letzten zehn Minuten nachließ, konnten die Gäste den Ehrentreffer erzielen. Dieser wird aber außer Keeper Popp, der in der ersten Halbzeit noch ein paar Paraden hatte zeigen dürfen, und der so seine weiße Weste verlor, kaum jemanden gestört haben.
Auch der SV Puschendorf hatte am Wochenende Grund zur Freude, bezwang den ESV Flügelrad II mit 3:1. Die Heimelf erwischte hierbei einen Auftakt nach Maß und ging bereits nach fünf Spielminuten nach einem Freistoß von Bastian Kreiner in Führung. Der Treffer schien die Puschendorfer dann jedoch eher etwas zu lähmen und auch bei den Gästen ging nicht allzu viel zusammen. In der einzig nennenswerten Situation im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit konnte Emre Ergin eine hohe Flanke zum etwas überraschenden 1:1-Pausenstand nutzen (43.). In den zweiten 45 Minute investierte der SV Puschendorf dann mehr in sein Offensivspiel, gute Gelegenheiten blieben aber zunächst ungenutzt. So dauerte es bis zur 72. Minute, ehe sich Böhm, Wittmann und schließlich Benjamin Butterfield bei ihren Schüssen versuchten und letzterer die Hausherren erneut in Front schoss. Fünf Minuten später prallte der Torschütze zum 2:1 unglücklich mit ESV-Keeper Kevin Plack zusammen, beide mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Symptomatisch für das Spiel der Hausherren an diesem Tag war dann auch das vorentscheidende 3:1 der Puschendorfer, bei dem zunächst Böhm am gegnerischen Keeper, anschließend Wittmann am Pfosten scheiterte und der Ball dann doch den Weg erneut zu einem SVP-Akteur fand. Der eingewechselte Weghorn staubte mühelos zum Endstand ab und brachte so drei Punkte unter Dach und Fach, die zwar verdient waren, wobei sich aber die Hausherren für ein höheres Ergebnis irgendwie selbst im Weg standen.




