Klare Sache für das Spitzenduo

Südwest und Viktoria erwartungsfroh ins neue Jahr / Bosna schöpft Hoffnung

Tabellenführer TSV Südwest (5:1-Sieg bei Dergahspor II) und der SC Viktoria (8:2 gegen Wachendorf) fuhren auch die letzten drei Zähler des Jahres ein und gehen mit einem verdienten Vorsprung gegenüber der Konkurrenz ins neue Spieljahr. Auch der SSV Elektra (4:3-Erfolg gegen Trafowerk) und der FC Bosna, der durch ein 4:0 bei Mögeldorf II den Anschluss an das rettende Ufer schaffte, feierten einen versöhnlichen Jahresabschluss. Der Post SV II (1:1 im Derby gegen Zabo), die DJK Sparta Noris (3:3 gegen Hajduk), sowie der VfR Moorenbrunn (0:0 gegen Eintracht Süd) mussten in ihren Heimspielen mit einem Remis leben.

Vor der wohlverdienten Winterpause hatte der TSV Südwest mit der zweiten Mannschaft des Landesligisten Dergahspor noch einmal einen dicken Brocken vor sich. Dergahspor II war zunächst auf Absicherung bedacht und wartete das ganze Spiel auf Konter. So passierte zunächst einmal wenig. In der 26. Minute war dann Daniele Azzarelli nach einer scharfen Hereingabe von Alexander Heller zur Stelle und markierte das 1:0 für Südwest. Kurz vor der Pause erhöhte der unermüdliche Südwester Dauerläufer gar auf 2:0. In der zweiten Hälfte konnte der Ersatztorwart von Dergah einen Schuss von Jan Rupprecht nur nach vorne abwehren und Alexander Heller bedankte sich für diese unfreiwillige Vorlage mit dem 3:0. Als nach einer Stunde Markus Gross einen Distanzschuss zum 4:0 ins linke Eck versenkte, war das Spiel entschieden. Dergah steckte jedoch nicht auf und kam durch Atinc Atsüren zum Ehrentreffer. Mehr ließ die Südwester Defensive aber nicht zu, vielmehr sorgte Rainer Gross zehn Zeigerumdrehungen vor dem Ende für den 5:1-Endstand.

Südwest siegt bei Dergah II 5:1

Atinc Atsüren (links) konnte nur den Ehrentreffer für Dergahspor II beim Heimspiel gegen den TSV Südwest erzielen - der Primus siegte klar mit 5:1.
Foto: Rupprecht

Auch der zweite Aufstiegsaspirant, der SC Viktoria, bot im letzten Spiel des Jahres eine überzeugende Vorstellung und schickte den TSV Wachendorf mit 8:2 nach Hause. Viktoria setzte gegen die Wachendorfer, die vor drei Wochen Südwest immerhin ein Remis abtrotzten, noch einmal ein Zeichen und gewann auch in der Höhe verdient. Die Heimmannschaft begann sehr konzentriert und kam bereits in der dritten Minute nach einer guten Freistoßflanke von Schreiber durch Francesco Restino zum 1:0. Viktoria spielte danach sehr gut nach vorne, Wachendorf hatte dem druckvollen Spiel des SC kaum etwas entgegenzusetzen. Dennis Fleischmann und René Schreiber scheiterten noch zweimal alleine vor dem Tor am starken Gäste-Keeper Rupp, bevor dann Dennis Fleischmann mit einem Doppelschlag in der 26. und in der 30. Minute auf 3:0 erhöhte. Kurz vor der Pause war es dann Sven Misof, der für den 4:0-Pausenstand sorgte. Viktoria war dann wahrscheinlich gedanklich noch in der warmen Kabine, als direkt nach Wiederanpfiff Zolnoi das 4:1 und damit den Ehrentreffer erzielte. Bevor Wachendorf aber weiter Hoffnung schöpfen durfte, erzielte Viktoria nur drei Zeigerumdrehungen später durch Kral mit einem schönen Kopfball das 5:1. In der 65. Minute traf dann Restino mit einem fulminanten Schuss aus 22 Metern unhaltbar ins lange Eck zum 6:1. Nachdem dann der eingewechselte Goran Malusic bei drei Torchancen Pech im Abschluss hatte, konnte Misof einen Lattenabtreffer von eben jenem Malusic gekonnt zum 7:1 verwandeln. In der 80. Minute gelang dann Kral nach schöner Vorarbeit von Restino gar noch das 8:1. Den Schlusspunkt einer ereignisreichen Partie setzten dann allerdings die Gäste mit dem 8:2 in der 85. Minute durch Torsten Jokusch.

Elektra - Trafowerk 4:3

Unterhaltsam, temporeich, aber nicht unfair ging es in der Begegnung des SSV Elektra mit dem FC Trafowerk zu.
Foto: fussballn.de

Den Zuschauern wurde auf der Anlage im "Fuchsloch" beim 4:3-Sieg des SSV Elektra gegen den FC Trafowerk ein temporeiches, offenes und faires Spiel geboten. Einzig der Schiedsrichter, der mit dem Tempo scheinbar seine Probleme hatte, unterband auf beiden Seiten mit seltsamen Entscheidungen den Spielfluss. Ergebnis seiner Entscheidungen waren 14 Gelbe und drei Gelb-Rote Karten. Der FC Trafowerk konnte in dem abwechslungsreichen Beginn den Torreigen eröffnen und ging nicht unverdient mit 1:0 in Führung. Keine zwei Minuten später war es Karagounis, der einen von Kartalis getretenen Eckball volley vom Strafraum unhaltbar zum 1:1 einnetzte. Danach verflachte das Spiel, da viele Spielunterbrechungen den Spielfluss nahmen. Beide Seiten versuchten Ruhe in das Spiel zu bringen und ließen den Ball laufen, ohne dass Gefahr für eines der beiden Tore bestand. Bei einer Freistoßentscheidung zu Gunsten der Gäste auf Höhe des Strafraums auf der rechten Angriffsseite nutzen die Gäste eine Schlafmützigkeit in den Abwehrreihen des SSV zum 1:2 durch Tekdemir, so ging es auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel besann sich der SSV an seine Leistung in der Vorwoche und ließ Ball und Gegner laufen. Die Folge waren Torchancen im Minutentakt. Eine Standardsituation musste für den 2:2-Ausgleich herhalten: Ein von Karagounis getretener Freistoß von der linken Seite in den Strafraum nutze Morent per Kopf zum hochverdienten 2:2-Ausgleich. Der SSV ließ nicht locker und setze die Gäste weiter unter Druck. Eine Reihe von scharfen Fernschüssen musste der Gästetorhüter in dieser Phase parieren, doch Simsek wusste wie man den starken FCT-Torhüter Günther überwinden konnte: Mit einer einfachen Körpertäuschung ließ er erst seinen Gegenspieler am Strafraum ins Leere laufen, um anschließend mit links flach ins rechte Eck zur 3:2-Führung für die Heimelf einzunetzen. Wer dachte, dies wäre die Vorentscheidung gewesen, wurde jedoch eines Besseren belehrt. Der SSV stürmte weiterhin auf das Gästetor. Binnen drei Minuten vergab Elektra vier hochkarätige Chancen, als zunächst Nasiakos frei im Fünfmeterraum den Ball nicht richtig traf, anschließend zweimal Simsek im aufmerksamen Gästetorhüter seinen Meister fand, ehe auch Morent nach schöner Einzelleistung den Ball nicht im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Auf der Gegenseite bewies dann der FCT seine Kaltschnäuzigkeit, als er kurz vor dem Ende einen Konter zielstrebig zum 3:3 veredeln konnte. Der SSV ließ jedoch nicht locker und so konnte der seit Wochen in bestechender Form befindliche Kartalis mit einem herrlichen Fernschuss in der Schlussminute für den umjubelten 4:3-Siegtreffer sorgen.

Elektra - Trafowerk 4:3

SSV-Spielmacher Kartalis (links) sorgte in der Schlussminute für den 4:3-Siegtreffer Elektras in einem unterhaltsamen Spiel am Fuchsloch.
Foto: fussballn.de

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen – dieser altbekannte Spruch gilt zur Zeit auch für die DJK Sparta Noris. Im dritten Spiel hintereinander konnte die DJK Sparta Noris nur ein Remis erzielen, 3:3 hieß es diesmal gegen den KSD Hajduk. Dabei zeigte die Heimelf gute Ansätze und hätte einen Sieg durchaus verdient gehabt. Daniel Rossmeisl hatte bereits in der achten Minute eine riesige Torchance, als er alleine vor dem Hajduk-Torwart auftauchte, jedoch am glänzend reagierenden Schlussmann Dures scheiterte. Besser machte es nach knapp einer halben Stunde Patrick Haidinger, der mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck abschloss und die verdiente Führung erzielte, die auch bis zur Pause bestand hatte. In der zweiten Halbzeit hatten die Hausherren durch Patrick Haidinger die Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, doch kam er diesmal einen Schritt zu spät. In der 63. Minute kam Hajduk überraschend durch einen schönen Kopfball zum Ausgleich. Erneut nur drei Zeigerumdrehungen später patzte Spartas Keeper, als er ins Leere griff und damit dem KSD die 2:1-Führung ermöglichte. Zwölf Minuten später erhöhten die Gäste durch einen satten Fernschuss auf 3:1, die Partie schien entschieden. Die Hausherren zeigten allerdings Moral, Johann Türk und Mario Ramser belohnten Sparta für den großen Einsatz in der Schlussphase und sichterten der DJK zumindest noch einen Zähler beim 3:3-Remis.

Post II - Zabo 1:1

Ohne Sieger endete das Derby zwischen dem Post SV II und der SpVgg Zabo Eintracht am Ebensee.
Foto: fussballn.de

Ebenfalls unentschieden trennten sich der Post SV II und die SpVgg Zabo Eintracht – 1:1. Konraths Führungstreffer für die Hausherren hatte bis nach dem Seitenwechsel bestand, ehe die Gäste im Derby durch Fenn zumindest noch zum Punktgewinn. Der VfR Moorenbrunn und die DJK Eintracht Süd trennten sich unterdessen torlos 0:0. Einen eminent wichtigen Erfolg im Kellerduell fuhr der FC Bosna bei seinem Gastspiel bei Mögeldorf II ein, siegte mit 4:0 und stellte somit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze her. Bitic brachte seinen FCB neun Minuten vor der Pause in Front, ehe Ramic, Mehak und Dzinic den 4:0-Endstand im zweiten Abschnitt herstellten.